17. Oktober 2017

Regierung ist selber schuld, dass die AfD im Bundestag sitzt

Quelle: idea.de

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt, Foto: facebook.com/WJPatzelt

Berlin (idea) – Durch Deutschland ziehen sich kulturelle Spaltungen, die sich im Bundestagswahlergebnis und in dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag widerspiegeln.

Davon ist der Politikwissenschaftler Prof. Werner Patzelt (Dresden) überzeugt.

Die Parteien seien zu arrogant gewesen und hätten den Widerstand gezüchtet, der jetzt insbesondere die CDU sehr gedemütigt habe, sagte Patzelt in der ZDF-Sendung „Peter Hahne“. Die CDU etwa habe sich immer weniger bemüht, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und sie zu integrieren. Stattdessen habe man sie im Stich gelassen. Wer nicht mehr im „Mainstream“ habe mitschwimmen wollen, sei als dumm oder rassistisch erklärt worden. Das Wahlergebnis sei die Quittung dafür. Ein Beispiel sei die Flüchtlingsfrage. So habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Rede gesagt, wer sich über die Zuwanderung Sorgen mache, sei jemand, der Kälte und Hass im Herzen trage.

In der AfD komme nun viel Unzufriedenheit der Bürger zusammen. Patzelt – er ist Mitglied der CDU – warnte vor „Kindereien“ im Umgang mit der AfD – etwa in der Frage, wo die AfD-Fraktion im Bundestag sitzen solle: „Sie ist eine rechte Partei und folglich muss sie da sitzen, wo seit der Französischen Revolution rechte Parteien sitzen. Und wenn das im Deutschen Bundestag [Weiterlesen]