28. Juni 2017

Warum sich der Kirchentag umbenennen sollte

Quelle: idea.de

Ein Zwischenruf von idea-Reporter Karsten Huhn

Angela Merkel (CDU, evangelisch) plauderte mit Barack Obama (Demokraten, protestantisch), Martin Schulz (SPD, passiv katholisch) sprach über Glaubwürdigkeit, Wolfgang Schäuble (CDU, evangelisch) klärte über die wirtschaftliche Lage Europas auf, Manuela Schwesig (SPD, evangelisch) sprach über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Katja Kipping (Die Linke, konfessionslos) durfte sich auf dem „Roten Sofa“ befragen lassen, und Frank-Walter Steinmeier (SPD, evangelisch) beantwortete die Frage: „Ist die Vernunft noch zu retten?“ … und so weiter und so fort.

Der Evangelische Kirchentag bietet allen eine Bühne. Er ist ein Marktplatz, auf dem sich Politiker gerne präsentieren. Für alle, die mal Promis schauen wollen, ist der Kirchentag der ideale Ort. Und für die demokratische Willensbildung leistet der Kirchentag sicher auch seinen Beitrag. Allerdings sind echte Kontroversen und das Vertiefen umstrittener Fragen Mangelware, der Kirchentag will vor allem [Weiterlesen]