24. Mai 2017

„Wir zerstören mutwillig ein Werk des Schöpfers“

Quelle: idea.de

Foto: dev-gds-bestattungen.com

Foto: dev-gds-bestattungen.com

Neuendettelsau (idea) – Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Auf diese Weise werden in deutschen Großstädten inzwischen mehr als die Hälfte aller Verstorbenen beigesetzt.

Diese Entwicklung bedauert der lutherische Theologe Tobias Brendel (Hilpoltstein/Mittelfranken) in einem Beitrag für das Magazin „CA – Confessio Augustana“ (Neuendettelsau). Er respektiere zwar die Entscheidung eines Menschen, sich einäschern zu lassen, und setze als Pfarrer die Asche bei, „doch an sich lehne ich die Feuerbestattung ab“.

Laut Brendel kennt die Bibel nur die Körperbestattung im Erdreich oder im Felsengrab. Christen glaubten an einen Gott, der selbst in seiner Menschwerdung den Leib angenommen habe: „Verbrennen wir den Leib, zerstören wir ein Werk des Schöpfers mutwillig.“ Christen glaubten an die leibliche Auferweckung, nicht nur an ein Fortleben der Seele. Der Mensch des kommenden Reiches Gottes werde einen Leib haben: „Leib und Seele werden in ihm wieder vereint sein.“ Christus sei nicht als Geist auferstanden, sondern mit seinem Körper. Zu seinen Jüngern habe er nach seiner Auferstehung gesagt: [Weiterlesen]