22. Oktober 2017

Fünf Theologiestudenten fordern die EKD heraus

Quelle: idea.de

Die 95 neuen Thesen sollen auf „Missstände“ in der EKD aufmerksam machen. Foto: bekenntnis95.wordpress.com

Die 95 neuen Thesen sollen auf „Missstände“ in der EKD aufmerksam machen. Foto: bekenntnis95.wordpress.com

Krelingen (idea) – Mit einem ungewöhnlichen Projekt wollen fünf evangelische Theologiestudenten auf „Missstände“ in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufmerksam machen. Dafür haben sie die 95 Thesen des Reformators Martin Luther (1483–1546) umgeschrieben und an die aktuelle Situation angepasst.

Einer der Initiatoren, Tobias Kolb (Krelingen), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die EKD befindet sich in einer problematischen und reformbedürftigen Lage. Deswegen wollen wir zu einer Umkehr zur wahren Botschaft anregen, dass Jesus Christus der einzige Weg zum Vater ist.“ Die Kirche sei in ihrer Lehre oft nicht mehr eindeutig. Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen werde nicht mehr gepredigt, die an den theologischen Fakultäten gelehrten Inhalte seien häufig säkularisiert. Der Sühnetod Jesu und die leibliche Auferstehung würden von manchen Dozenten geleugnet. Insgesamt gebe es die Tendenz, auf christliche Grundbotschaften zu verzichten. Über Themen wie Sünde und Schuld werde nur ungern gesprochen.

Vor diesem Hintergrund sehen die Initiatoren ihre Thesen als einen Diskussionsbeitrag, „in dem wir nach bestem Wissen und Gewissen um die Wahrheit ringen“. Sie betonen, dass sie sich alle der evangelischen Kirche verbunden fühlen. [Weiterlesen]