19. Oktober 2017

Christopher Street Day – Bischof Dröge: Sexuelle Vielfalt gelten lassen

Quelle: idea.de

Der Bischof der EKBO, Markus Dröge. Foto: ekbo.de

Der Bischof der EKBO, Markus Dröge. Foto: ekbo.de

Berlin (idea) – Gegen eine Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung hat sich der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, gewandt.

Er sprach am 20. Juni in einem Gottesdienst anlässlich der Berliner Homosexuellen-Parade „Christopher Street Day“ (CSD). „Indem wir zeigen, dass Menschen mit verschiedensten Lebensentwürfen in unserer Kirche einen Platz finden, machen wir auch anderen Kirchen Mut, diesen Weg zu gehen“, so der Bischof. Das Berliner Missionswerk bringe insbesondere in den afrikanischen Kirchen immer wieder ein, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht ausgeschlossen werden dürften.

Er widersprach ferner der Ansicht, dass die Orientierungshilfe der EKD zu Ehe und Familie dem Zeitgeist verfallen sei. Das vor einem Jahr veröffentlichte Papier rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und schließt unter anderem auch eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ein. Es ist auf heftigen Widerstand in Teilen der evangelischen Kirche, der Theologenschaft und besonders unter theologisch Konservativen gestoßen.

Dröge zufolge wendet sich die Orientierungshilfe vielmehr gegen den Zeitgeist: „Er zeigt sich in der Ablehnung und Ausgrenzung von Menschen, die eine andere als die eigene sexuelle Prägung haben und in Lebensformen leben, die sich gerade erst neu gesellschaftlich etablieren.“ Gegen diesen Zeitgeist habe man das Erbe der Liebe Jesu zu verteidigen. Es verpflichte dazu, „Grenzen zu überwinden, Vielfalt gelten lassen und die Würde jedes Menschen zu achten“. Zu dem Gottesdienst hatte [Weiterlesen]