13. Dezember 2017

Politiker ausländischer Herkunft: Immer mehr steigen in Spitzenämter auf

Quelle: idea.de

Foto: Lars Haberl/pixelio.de

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Berlin (idea) – Immer mehr Politiker ausländischer Herkunft – häufig mit muslimischem Hintergrund – rücken in Deutschland in führende Ämter auf.

Jüngstes Beispiel ist die Gewerkschafterin Yasmin Fahimi, die der SPD-Bundesvorstand für das Amt der Generalsekretärin nominiert hat. Der verstorbene Vater der 46-Jährigen war Iraner, ihre Mutter ist Deutsche. Die konfessionslose Diplom-Chemikerin leitet derzeit das Ressort „Politische Planung“ beim Hauptvorstand der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie. Ihr Lebensgefährte ist der Chef der Gewerkschaft, Michael Vassiliadis. Bereits als 17-Jährige war Fahimi in die SPD eingetreten.

Zu den politischen Aufsteigerinnen mit ausländischer Herkunft gehört auch die türkischstämmige Aydan Özoguz (46). Die stellvertretende SPD-Vorsitzende – sie nahm 1989 die deutsche Staatsbürgerschaft an – ist Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Als Staatsministerin nimmt damit erstmals eine Muslimin am Kabinettstisch Platz.

Auch bei der Partei „Die Linke“ gehört eine Frau mit Migrationshintergrund zu den führenden Köpfen: die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht. Die 44-Jährige ist Tochter eines Iraners und einer Deutschen. [Weiterlesen]