18. November 2017

„Mehr Krippen gleich mehr Kinder“ ist ein Trugschluss

Quelle: idea.de

Die katholische Publizistin Birgit Kelle, Foto: facebook

Die katholische Publizistin Birgit Kelle, Foto: facebook

Kempen/Wiesbaden (idea) – Dass immer mehr Frauen in Deutschland – vor allem Akademikerinnen – kinderlos bleiben zeigt, dass die Politik der Bundesregierung „kolossal gescheitert“ ist.

Diese Ansicht vertritt die Vorsitzende der Initiative „Frau 2000plus“, die katholische Publizistin Birgit Kelle (Kempen/Niederrhein).

Das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) hatte am 7. November mitgeteilt, dass dem Mikrozensus 2012 zufolge 22 von 100 Frauen zwischen 40 und 44 Jahren kein Kind geboren haben. Im Vergleich zu 2008 stieg der Anteil der kinderlosen Frauen vor allem im Osten, nämlich von zehn auf 15 Prozent; im Westen beträgt er 23 Prozent. Frauen mit Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss in den westlichen Bundesländern bleiben den Angaben zufolge besonders häufig ohne Kind. Mit 30 Prozent erreichte 2012 die Kinderlosenquote bei westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen 45 und 49 Jahren den bislang höchsten Wert.

Wie Kelle gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, zeigten die Zahlen, dass die Rechnung „Mehr Krippen gleich mehr Kinder“ ein Trugschluss sei. Der Trend zur Kinderlosigkeit gerade bei gebildeten Frauen werde weiter steigen, solange die Entscheidung zu einem oder mehreren Kindern nach wie vor ein finanzielles Risiko, ein berufliches Aus, die gesellschaftliche Ächtung als „Heimchen am Herd“ und Altersarmut bedeuteten. [Weiterlesen]