18. Oktober 2017

Ahmadinedschad: Islam ist einzig legitime Religion

Quelle: idea.de

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Foto: Sinaf7798n

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Foto: Sinaf7798n

„Gott hat nie eine Religion in die Welt gesandt, die Christentum oder Judentum heißt.“ Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad (Foto) hat bei einer Rede in Teheran die Legitimation von Judentum und Christentum bestritten und dazu aufgerufen, die Welt neu zu ordnen.

Teheran (idea) – Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Legitimation von Judentum und Christentum bestritten. Wie er bei einer Rede in der iranischen Hauptstadt Teheran sagte, „hat Gott nie eine Religion in die Welt gesandt, die Christentum oder Judentum heißt“. Vielmehr habe er den Propheten des Islam – Mohammed – als „Propheten für die gesamte Menschheit“ auserwählt. Mohammed sei der letzte aller Propheten und damit „auch der Prophet der Amerikaner, Europäer und Asiaten“. Der Islam sei eine allumfassende Religion und die einzige, die Gott je gesandt habe, zitieren ihn regionale Medien. Abraham habe ebenso den Islam verkündet wie Mose und Jesus. Deshalb sei es notwendig, die Welt neu zu ordnen. Allerdings werde die Welt keinen Frieden sehen, so lang die bislang dominierenden Systeme und das „zionistische Regime in Israel“ existierten. Deshalb sollten sich alle Aufstände und Revolutionen in erster Linie gegen die „Zionisten“ richten, so der Präsident. In der Vergangenheit hatte Ahmadinedschad bereits den Holocaust, also den Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden, bestritten. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sowie Vertreter der internationalen Staatengemeinschaft verurteilten Ahmadinedschads Äußerungen.