24. Oktober 2017

Abtreibung – Krankenkasse stoppt Kooperation mit Lebensrechtlern

Quelle: idea.de

Die BKK IHV beendet ihre Kooperation mit ProLife. Logo: PR

Die BKK IHV beendet ihre Kooperation mit ProLife. Logo: PR

Die Krankenkasse BKK IHV bot Versicherten in Kooperation mit der Organisation ProLife Deutschland besondere Konditionen an: Mitglieder verzichteten freiwillig auf Abtreibung, dafür zahlte ProLife bei der Geburt eines Kindes ein „Willkommensgeld“. Auf Druck des Bundesversicherungsamtes (BVA) hat die Krankenkasse ihre Zusammenarbeit mit der Lebensrechtsorganisation jetzt beendet.

Wiesbaden/Heroldsbach (idea) – Rückschlag für Abtreibungsgegner: Auf Druck des Bundesversicherungsamtes (BVA) hat eine Krankenkasse ihre Zusammenarbeit mit einer Lebensrechtsorganisation beendet. Die Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) in Wiesbaden bot Versicherten in Kooperation mit der Organisation ProLife Deutschland (Heroldsbach/Oberfranken) besondere Konditionen an. Mitglieder verzichteten gegenüber ProLife aus Gewissensgründen freiwillig auf Abtreibung. Bei der Geburt eines Kindes zahlte ProLife dann ein „Willkommensgeld“ von 300 Euro an die Versicherten. Dagegen hatten mehrere Frauenrechtsorganisationen, darunter Pro Familia und Terre des Femmes, Protest angekündigt. Ein Aktionsbündnis „FRAUENgeRechte Krankenkasse“ wollte eine Kundgebung vor dem Verwaltungsgebäude der BKK IHV in Wiesbaden abhalten. Ferner drohte die Aufsichtsbehörde BVA mit juristischen Schritten gegen die Krankenkasse. Diese beendete daraufhin die Kooperation. ProLife will gegen den Schritt juristisch vorgehen. Der Hauptvorwurf der BVA an die BKK laute, gegen die weltanschauliche Neutralität zu verstoßen.