15. Dezember 2017

Islamischer Extremismus: evangelikale Reaktion auf Mordaufruf

Quelle: idea.de

Screenshot: YouTube/Pfeifer

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Bergneustadt (idea) – Extremistische Muslime wollen in Deutschland offenbar zunehmend Angst und Schrecken verbreiten. Nach gewaltsamen Attacken radikal-islamischer Salafisten auf Polizisten bei Protesten gegen die rechtsextreme Partei „Pro NRW“ sorgt jetzt ein Mordaufruf für Entsetzen. Weil Mitglieder der Partei Mohammed-Karikaturen gezeigt haben, fordert der Islamist Yassin Chouka per Video: „Ihr sollte die Mitglieder von Pro NRW alle töten.“

Er ruft auch dazu auf, Journalisten zu ermorden. Sie hätten „unter dem Deckmantel der neutralen Berichterstattung“ wieder die Karikaturen veröffentlicht: „Auch dies dulden die Anhänger Mohammeds nicht!“ Der Generalbundesanwalt ermittelt nun gegen den Islamisten wegen Anstiftung zu einer Straftat. Wie bewertet ein evangelischer Islam-Experte die Drohung? Damit zeige der Salafismus sein wahres Gesicht. Seine Begründung und Motivation finde er in islamischen heiligen Schriften, sagte der Vorsitzende des Islam-Arbeitskreises der Deutschen Evangelischen Allianz, Ulrich Neuenhausen (Bergneustadt bei Köln), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Laut Neuenhausen – er ist im Hauptamt Leiter des Forums Wiedenest (früher Missionshaus Bibelschule Wiedenest) – muss man den Koran nicht zwangsläufig so auslegen, wie es die Salafisten tun. Allerdings sei dies ohne große Mühe möglich. Der Staat dürfe gegenüber einem gewalttätigen Islam nicht kapitulieren. Die Salafisten haben nach Schätzung des Verfassungsschutzes etwa 3.800 Anhänger in Deutschland. Sie treten für die absolute Geltung des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, ein und wollen Staat, Gesellschaft und das Leben des Einzelnen nach ihren Normen umgestalten. Ziel ist in letzter Konsequenz ein Gottesstaat.

Terrordrohungen gegen Deutschland

Gegen Chouka und seinen Bruder Mounir wird bereits seit längerem wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Sie werden mit internationalem Haftbefehl von deutschen und US-Behörden gesucht. Die Brüder hatte Deutschland 2007 verlassen und haben sich in Pakistan der Terrorgruppe „Islamische Bewegung Usbekistans“ angeschlossen. In Video- und Audiobotschaften rufen sie immer häufiger zu Terroranschlägen in Deutschland auf. Per Internet sollen die Brüder mehrfach um Terrorkämpfer in Deutschland geworben haben.