19. Oktober 2017

Einwanderer stellen in Frankfurt die Mehrheit

Quelle: jungefreiheit.de

Wappen der Stadt Frankfurt am Main. Foto: Facebook

FRANKFURT/MAIN. Einwohner mit einem sogenannten Migrationshintergrund stellen in Frankfurt am Main mittlerweile die Mehrheit. Laut Daten aus dem Melderegister von 2015 liegt der Anteil der Personen mit ausländischen Wurzeln bei 51,2 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem „Frankfurter Integrations- und Diversitätsmonitoring“, den Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) Anfang der Woche vorstellte.

Laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes liegt der Anteil von Bürgern mit Migrationshintergrund in Frankfurt bei 44,7 Prozent. Grund für den niedrigeren Wert sind unterschiedliche Definitionen von Migrationshintergrund. „Wir sind eine Stadt ohne Mehrheit“, sagte Weber nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau. Frankfurt bestehe aus „mehr oder weniger großen Minderheiten“ und werde immer vielfältiger.

Noch gravierender fallen die gesellschaftlichen Veränderungen aus, je jünger die Einwohner sind. Bei den Kindern unter sechs Jahren hatten drei von vier einen Migrationshintergrund. Die Hauptherkunftsländer der Einwanderer waren die Türkei (12,9 Prozent), Kroatien (7,3 Prozent), Italien (7,2 Prozent). (krk)