24. September 2017

Aiman Mazyek erklärt deutsche Leitkultur

Quelle: jungefreiheit.de

zmd

NÜRNBERG. Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hielt zum Reformationsfest eine Rede in der Altdorfer Stadtkirche. Er erklärte deutsche Leitkultur und deutsche Geschichte. Dafür bekam er Standing Ovations, berichtete die Welt.

Mazyek sagte, er erwarte von hochrangigen islamischen Geistlichen und Gelehrten, daß sie unmißverständlich Position gegenüber islamistischen Terroristen bezögen. „Wir brauchen keine Fundamentalisten, keine Islamisten, eigentlich überhaupt keine -isten.“ Er forderte einen Islam à la Ghandi und keinen à la Lenin.

Wirtschaftswunder blühte vor Türkeneinwanderung

„Und natürlich gibt es so etwas wie eine deutsche Leitkultur“, sagte er. Er erinnerte an Kant, Goethe und Schiller, Halal-Würstchen und Oktoberfest. Historisch falsch war sein Hinweis, das Wirtschaftswunder wäre ohne die Türken nicht zustande gekommen. Als der erste türkische Gastarbeiter 1961 nach Deutschland kam, auf Bitten der Türkei und unter Druck der USA, war der sogenannte Wiederaufbau abgeschlossen und das sogenannte Wirtschaftswunder blühte bereits.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der dritte Bürgermeister der Gemeinde, Johann Pöllot (CSU), diese als „Islamschweinerei am Reformationstag“ bezeichnet. Später distanzierte er sich von der „verheerenden“ Wortwahl und bat um Entschuldigung. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland vertritt rund 10.000 von fünf Millionen Muslime, die in Deutschland leben. (mec)