19. September 2017

Durch Zen-Meditation näher zu Gott?

Quelle: idea.de

Unbenannt

Frankfurt am Main/Lage (idea) – Die evangelikale Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen (Lage bei Bielefeld) hat der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vorgeworfen, für den Zen-Buddhismus zu werben.

Die Organisation bezieht sich auf einen Bericht auf der Internetseite der Kirche über den Pfarrer und Zen-Lehrer Sven Kosnick. Er hatte Mitte Februar in der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter in Frankfurt am Main eine Einführung in diese Meditationsform gegeben.

Dazu heißt es auf der kirchlichen Internetseite, Kosnick schlage eine Brücke zwischen Buddhismus und Christentum, „denn er hat erlebt, dass er durch buddhistische Zen-Meditation näher zu Gott findet“. Seine Erfahrung integriere er in sein Leben als evangelischer Pfarrer und gebe an verschiedenen Orten Zen-Meditationskurse. Kosnick begreife Zen als Methode, „Christus zu erfahren, Erleuchtung zu finden“. Damit sehe er sich in gewisser Nähe zur christlichen Mystik.

Die Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen übt in einer am 9. März veröffentlichten Stellungnahme scharfe Kritik an der Darstellung. Zen-Meditation sei in Wahrheit eine geistig-religiöse Übung, die „zu einer Art Einheit mit dem Göttlichen im Menschen führen soll“. Der menschliche Verstand solle verdrängt werden, weil er nach der Lehre des fernöstlichen Zen den Zugang zum „inneren Selbst“ blockiere. Gottes Wort sage das völlige Gegenteil. Es ermutige den Menschen, [Weiterlesen]