12. Dezember 2017

Linksextremisten bekennen sich zu Anschlag auf Bundeswehr

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Holger Knecht/pixelio.de

Foto: Holger Knecht/pixelio.de

MAGDEBURG. Linksextremisten haben sich zu einem Anschlag auf ein Bundeswehrgelände in der Nähe von Magdeburg bekannt. Dabei wurden nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag ein Bagger zerstört und weitere Baufahrzeuge beschädigt, die auf dem Gefechtsübungszentrum Altmark geparkt waren. Der Schaden beträgt mehr als 400.000 Euro.

„Um den Widerstand gegen Imperialismus und Krieg voranzubringen, dürfen sich Kriegstreiber und ihre Untergebenen an keinem dieser Orte ungestört fühlen“, heißt es in einem Selbsbezichtigungsschreiben, das auf einer linksextremen Internetseite veröffentlicht wurde. Dort sind auch Fotos der zerstörten und beschädigten Fahrzeuge zu sehen.

Polizei spricht von „überwiegend friedlichen Protestbekundungen“

In der vergangenen Woche demonstrierten Anhänger der linken Szene gegen das Gefechtsübungszentrum. Dabei wurden insgesamt 20 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 52 Platzverweise ausgesprochen sowie von mehr als 210 Personen die Personalien aufgenommen. Trotz des Anschlags sprach die Polizei von „überwiegend friedlichen Protestbekundungen“.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Linksextremisten in der Nähe von Magdeburg einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge verübt. Dabei wurden 16 Bundeswehrfahrzeuge zerstört beziehungsweise stark beschädig, darunter auch Lastwagen und gepanzerte Radfahrzeuge. Der verursachte Schaden lag bei knapp zehn Millionen Euro. (ho)