16. Dezember 2017

Wenn Christen die Zeit zu ihrem Gott machen

Quelle: idea.de

Der Theologe und Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff. Foto: Thomas Schneider

Der Theologe und Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff. Foto: Thomas Schneider

Löbau (idea) – Viele Christen machen die Zeit zu ihrem Gott. Das beobachtet der Theologe und Nahost-Korrespondent des Christlichen Medienverbandes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten), Johannes Gerloff (Jerusalem).

Wie er am 3. Mai bei der Sächsischen Israelkonferenz in Löbau (Sächsische Oberlausitz) sagte, behaupten Christen häufig, keine Zeit zu haben. Deshalb verzichteten sie beispielsweise auf die Stille Zeit am Morgen, auf das Lesen in der Bibel oder das Gebet. In einem Jahr könne man einmal die Bibel durchlesen, wenn man täglich drei Kapitel schaffe, erklärte Gerloff vor den knapp 1.000 Teilnehmern.

„Überlegt einmal, wie lang ihr für drei Kapitel braucht und wie lange ihr vor dem Fernseher sitzt. Und dann fragt euch, wer euer Gott ist!“ Ferner wandte er sich dagegen, den ersten Teil der Bibel als „Altes“ Testament zu bezeichnen. Denn darin liege etwas Abwertendes. Passender sei es, vom Gesetz und den Propheten zu sprechen. Die Behauptung, Christen müssten den ersten Teil der Heiligen Schrift durch die Brille des Neuen Testaments lesen, bezeichnete Gerloff als „unbiblisch“. Es habe das Alte Testament weder abgelöst noch außer Kraft gesetzt. [Weiterlesen]