18. November 2017

Beckstein: EKD sollte mehr Theologie treiben

Quelle: idea.de

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein. Foto: bayern.landtag.de

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein. Foto: bayern.landtag.de

Düsseldorf (idea) – Die EKD sollte mehr Theologie treiben und sich nicht vornehmlich auf Gesellschaftspolitik beschränken.

Dazu hat der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) am 8. November in Düsseldorf bei der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gemahnt.

Er halte es für „verheerend“, wenn die Meinung vertreten werde, dass die VELKD für die Theologie und die EKD für die Gesellschaftspolitik zuständig sei: „Wir brauchen lutherische Theologie in der EKD“, sagte Beckstein, der der Generalsynode der VELKD angehört und als Vizepräses der EKD-Synode amtiert.

Wenn sich die EKD etwa zur Energiesparlampe äußern sollte, wolle er dabei „eine Theologie der Energiesparlampe“ hören, denn das sei das Spezifische, was die Kirche von anderen Gruppierungen unterscheide. Die schärfste Kritik an der umstrittenen Orientierungshilfe der EKD, die vom Leitbild der traditionellen Ehe und Familie abrückt, sei, dass es ihr an Theologie mangele.

Beckstein äußerte sich in der Aussprache zur Zukunft des sogenannten „Verbindungsmodells“, das das Zusammenwachsen der konfessionellen Bünde – neben der VELKD die Union Evangelischer Kirchen und die EKD – voranbringen soll. Wie Beckstein betonte, müsse sich auch die EKD ändern. Hier habe sich jedoch in den letzten Jahren „0,0 Prozent“ verändert. [Weiterlesen]