22. September 2017

Jahreslosung: Wie sucht man die «künftige Stadt»?

Quelle: factum

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Die Kraft ist in den Schwachen mächtig, wenn sie das Künftige, von dem Jesus spricht, fest im Blick haben. Ein Blick auf die Jahreslosungen dieses und des kommenden Jahres.

(27. Dezember 2012/tl.) – Unter jeder denkbaren politischen Herrschaftsform erleben Christen ihre Rolle im System mit einer gewissen Fremdheit. Das Heimatgefühl einer «bleibenden Stadt» mag nicht aufkommen. Zu deutlich sind dem geschulten Gewissen die Widersprüche von Sein und Sollen: Gottes Ordnung sähe anders aus. Wie sollte man sich hier gänzlich beheimatet fühlen, zu allem Ja und Amen sagen können? Zu allen Zeiten haben Christen es aber vermocht, aus der Reibung an diesen Widersprüchen geistliche Funken zu schlagen und ein Licht zu sein für diese Welt – wie es ja auch ihr Auftrag ist.

In der DDR waren die Christen diskriminierte Aussenseiter. Dennoch hatten sie eine ganz spezifische gesellschaftliche Wirksamkeit.

Das «christliche Pfarrhaus» sei zu DDR-Zeiten «legendär» gewesen, erinnern sich Zeitzeugen, «ein Zufluchtsort»: Die Menschen hätten das Gefühl gehabt, «da sitzt der Pfarrer, ein Typ, der wenig Geld bekommt, der es in der Gesellschaft schwer hat, und bietet Hilfe an. Der muss es ernst meinen mit seinem Gott, also gehe ich dahin, ob ich Alkoholiker bin oder eine Frau, die von ihrem Mann verprügelt wird, ja selbst ein Parteifunktionär, der die Welt nicht mehr verstanden hat. Sie klopften am Pfarrhaus an – und jemand sprach mit ihnen».

Die enorme Aussenwirkung hatte das Christentum vor allem deshalb, weil unter dem äusseren Druck nur das eigentlich Christliche übrig blieb. Alles andere hat sich verflüchtigt, ist verdampft und verduftet.

Diese Wirksamkeit aus der Schwäche heraus erinnert an die diesjährige Jahreslosung «Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig» und verweist in der christlichen Freiheit, richtig zu handeln (koste es, was es wolle), auf die Losung des kommenden Jahres.

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