16. August 2017

Größte Not der Christen ist Gleichgültigkeit

Quelle: idea.de

roChrist Regional in Görlitz: Zweiwöchige Evangelisation mit Ulrich Parzany eröffnet. Foto: PR

roChrist Regional in Görlitz: Zweiwöchige Evangelisation mit Ulrich Parzany eröffnet. Foto: PR

„Unsere größte Not ist die Gleichgültigkeit darüber, dass Scharen von Menschen verloren gehen, weil sie nichts von Jesus wissen“, mit dieser Botschaft eröffnete Pfarrer Ulrich Parzany am 3. Juni in Görlitz die Evangelisation ProChrist Regional. Zwei Wochen lang wird unter dem Motto „Leben ist mehr als du glaubst“ jeden Abend eine Evangelisationsveranstaltung stattfinden.

Görlitz (idea) – Mit einem Gottesdienst ist am 3. Juni in Görlitz die Evangelisation ProChrist Regional eröffnet worden. Zwei Wochen lang wird unter dem Motto „Leben ist mehr als du glaubst“ jeden Abend eine Evangelisationsveranstaltung mit Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel) stattfinden. In seiner Predigt warnte Parzany davor, Gottesdienste zur „verlogenen Heuchelei“ verkommen zu lassen. Es nütze nichts, wenn Christen am Sonntagmorgen sängen und beteten, in ihrem Alltag aber nicht versuchten, Außenstehende mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen: „Unsere größte Not ist die Gleichgültigkeit darüber, dass Scharen von Menschen verloren gehen, weil sie nichts von Jesus wissen.“ Christen müssten wie der Prophet Jesaja bereit sein, sich von Gott senden zu lassen. Ihre Aufgabe sei es, Menschen einzuladen zu einem Leben mit Jesus Christus. „Wir zwingen niemanden, sondern wir bitten eindringlich“, so Parzany. Allerdings müsse, wer bitte, auch damit rechnen, abgewiesen zu werden. Dieses Risiko sollten Christen aber nicht scheuen. Die liturgische Leitung des Gottesdienstes hatte der Generalsuperintendent für den Sprengel Görlitz, Martin Herche.

Landrat: Lade ein zur Begegnung mit dem Glauben

Die Schirmherrschaft für die Evangelisation hat Landrat Bernd Lange (CDU) übernommen. In einem Grußwort schreibt er: „Für viele Menschen stellt der Glaube eine wichtige Konstante im Leben dar, die auch durch Krisen trägt und Halt gibt.“ Er freue sich deshalb über die Initiative evangelischer Kirchgemeinden in und um Görlitz, ProChrist an der Neiße durchzuführen: „Ich lade sie zur Begegnung mit dem Glauben und zum Austausch mit den Menschen ein.“ Unter den landes- und freikirchlichen Gemeinden, die die zweiwöchige Evangelisation tragen und unterstützen, ist auch die Baptistengemeinde Zgorzelec aus dem polnischen Teil der seit 1945 geteilten Stadt.

Superintendent: Wort Gottes kann Menschen verwandeln

Der Superintendent des Kirchenkreises Niederschlesische Oberlausitz, Thomas Koppehl (Niesky), schreibt im ProChrist-Programm, es gebe viele Stimmen, die unser Leben beeinflussten, aber nur ein Wort könne es bleibend von innen her verwandeln: „Das ist Jesu Botschaft von Gott.“ Viele Menschen hätten sich dagegen mit dem Gedanken immunisiert, sie wüssten schon, worum es dabei geht. „Mit ProChrist versuchen wir gerade diese Menschen zu erreichen.“ In den Veranstaltungen geht es um Themen wie „Wenn es einen Gott gäbe – Über Krankheit und Leid“ oder „Die Ehrlichen sind die Dummen – Über Erfolg und Moral“. ProChrist ist eine überkonfessionelle Initiative von Christen unterschiedlicher Konfessionen, die dazu einlädt, sich mit dem Glauben an Jesus Christus zu beschäftigen. Die letzte Großevangelisation fand 2009 in Chemnitz statt. Sie wurde per Satellit an 1.350 Orte in ganz Europa übertragen. Daneben gibt es regionale Veranstaltungen, die von örtlichen Gemeinden getragen werden – so wie jetzt in Görlitz.