18. November 2017

„Wetten dass…“ bekommt bibelfesten Moderator

Quelle: idea.de

Der Katholik Markus Lanz übernimmt Deutschlands beliebteste Abendshow. Foto: PR

Der Katholik Markus Lanz übernimmt Deutschlands beliebteste Abendshow. Foto: PR

Mainz (idea) – Deutschlands beliebteste Fernsehshow „Wetten dass …“ wird künftig von einem bibelfesten Moderator präsentiert. Der 42-jährige Katholik Markus Lanz soll nach Angaben des ZDF acht Wett-Shows pro Jahr moderieren; die erste soll am 6. Oktober aus Düsseldorf übertragen werden.

Er wird Nachfolger von Thomas Gottschalk (61), der seit 1987 insgesamt 151 Sendungen moderiert hat. Nach dem schweren Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch am 4. Dezember 2010, der seither querschnittsgelähmt ist, entschied sich Gottschalk, bei „Wetten dass …“ aufzuhören. Zuletzt führte der Katholik am 3. Dezember in Friedrichshafen durch die Sendung. Das ZDF tat sich schwer, einen Nachfolger zu finden. Lanz hat sich in der Vergangenheit als Bibelkenner bewiesen: 2005 war er bei der ZDF-Sendung „Gottschalks großer Bibel-Test“ der erfolgreichste prominente Teilnehmer. Mit 23 von 28 richtig beantworteten Fragen lag er noch vor dem ZDF-Moderator und evangelischen Theologen Peter Hahne, der 21 Fragen korrekt beantwortete. Gefragt wurde unter anderem nach Aussagen Jesu und aus der Bibel abgeleiteten Redewendungen.

Auch Gottschalk bekennt sich zum christlichen Glauben

Auch Lanz’ Vorgänger Thomas Gottschalk bekennt in der Öffentlichkeit seinen Glauben. In einem Ende 2011 im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichten Interview sagte er: „Ich bin davon überzeugt, dass ein gläubiger Mensch und ein fröhlicher Mensch nicht nur deckungsgleich sein können, sondern auch sein sollten.“ Evangelium heiße frohe Botschaft – „und das nehme ich ernst“. Beim Glauben gehe es um Grundsätzliches: „Hat Gott die Menschen, oder haben die Menschen Gott geschaffen?“ Diese Frage beantworteten der Kommunist Karl Marx (1818-1883) und der Apostel Paulus unterschiedlich. Er selbst denke schlicht und pragmatisch: „Mit dem Glauben an Gott sterbe ich lieber, wenn ich schon muss.“