15. Dezember 2017

Nigeria: Islamische Terroristen drohen Christen mit Vertreibung

Quelle: idea.de

Abuja (idea) – Im Norden Nigerias droht die islamische Terrorgruppe Boko Haram Christen mit Vernichtung und Vertreibung. Am 2. Januar forderte ein Sprecher die Christen ultimativ auf, die überwiegend muslimischen Regionen des westafrikanischen Landes binnen drei Tagen zu verlassen.

Im Gegenzug sollten Muslime aus dem mehrheitlich von Christen bewohnten Süden in den Norden ziehen. Boko Haram bezeichnet sich als „Taliban Nigerias“ und will einen islamischen Gottesstaat errichten. In zwölf der 36 Bundesstaaten gilt bereits das islamische Religionsgesetz, die Scharia. Boko Haram hat sich auch zu den Anschlägen auf Kirchen in der Weihnachtszeit bekannt. Der katholischen Kirche zufolge kamen insgesamt rund 200 Menschen ums Leben. Staatspräsident Goodluck Jonathan verhängte den Ausnahmezustand über vier Unruheregionen. Er verglich die Gruppe Boko Haram mit einem Krebsgeschwür. Von den 150 Millionen Einwohnern Nigerias sind knapp 49 Prozent Christen, 45 Prozent Muslime und der Rest Anhänger von Naturreligionen.