15. Dezember 2017

Das machtvolle Sterben der CDU – Ein Kommentar

Unter Berufung auf ein parteiinternes Papier aus dem Konrad-Adenauer-Haus soll – so das Medienportal „BILD.de“ – die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) innerhalb von nur 10 Jahren etwa 100.000 ihrer Mitglieder allein durch Wegsterben verlieren. Das ist ein Fünftel des gesamten Mitgliederbestandes!

Besonders dramatisch sei der Mitgliederschwund bei den jüngeren Jahrgängen. An der Spitze stünden die 30- bis 39-jährigen mit einem Minus von 66 Prozent. Ihnen folgten die 40- bis 49-jährigen mit 44 Prozent und die 25- bis 29-jährigen mit 24 Prozent Verlust.

Bei den Christdemokraten scheint im Angesicht ihres eigenen Todes zumindest ein statistisches Warnsignal aufzuleuchten. Denn von einem Licht am Ende des Tunnels kann keine Rede sein. Im Gegenteil! Es scheint, dass die Köpfe der einst christlich-konservativen Partei an dem buddhistischen Affensyndrom leiden: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Aber bitte nicht öffentlich! Es müssen ja nicht gleich alle wissen, dass es schlagartig bergab geht – oder?

Und wenn es dann einige nicht mehr ertragen können, was sie da aus der Zentrale von Merkel, Gröhe & Co hören, werden sie einfach ignoriert oder mundtot gemacht. Hatten wir das nicht schon mal? Die „Aktion Linkstrend stoppen“ ist der beste Beweis dafür, dass sich engagierte Wähler, Freunde, Sympathisanten und Mitglieder der CDU eben nicht in ihre Schmollecke zurückziehen, sondern programmatisch dazu aufrufen, den Marsch in den Schuldenstaat zu stoppen, der Gefahr einer schleichenden Islamisierung entgegenzutreten, Ehe und Familie grundgesetzkonform zu fördern, eine klare deutsche Leitkultur zu stärken, Unternehmertum und soziale Marktwirtschaft voranzubringen, keine Experimente in der Schulpolitik zuzulassen und sich konsequent für den Lebensschutz und für Meinungs- und Pressefreiheit zu engagieren. Dabei sind die Sachsen – wie fast immer ;-) vornean!

Geradezu niederschmetternd sind dagegen die von purer Hilflosigkeit gekrönten Erklärungsversuche des CDU-Generals Hermann Gröhe. Gegenüber BILD.de bestätigte Gröhe die erschütternden Zahlen und meint:

„Die Volksparteien drohen zu überaltern.“

Ach! – Ja, und weil die CDU für das Sterben von Mitgliedern nichts kann und auch an den erdrutschartigen Verlusten überhaupt keine Schuld trägt, zaubert der Merkel-Vertraute etwas ganz Neues aus dem Ärmel:

„Dies ist eine große Herausforderung, der wir uns als Partei stellen. Wir wollen gerade junge Menschen mit neuen Formen der Beteiligung übers Internet für eine Parteimitgliedschaft gewinnen.“

Wenn Gröhe Manager eines Wirtschaftsunternehmens wäre, würde man ihn ob seiner besonderen Klugheit wegloben. Doch er spannt dann noch einen Rettungsschirm auf, sozusagen als seelsorgerlichen Trost für sich selbst:

„Die Bereitschaft zu längerfristigem Engagement lässt nicht nur in Parteien nach – auch Kirchen, Vereinen und Gewerkschaften geht es so.“

Liebe Frau Merkel, lieber Herr Gröhe & Co, wer sich von der Basis seiner eigenen Partei entfremdet, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages seinen Schreibtisch räumen muss. Denn es gibt sie: Menschen, die eine große Sehnsucht danach haben, eine Partei zu wählen und zu unterstützen, die kein funtionsloses „C“ im Namen trägt, sondern unerschütterlich christlich-konservative Werte vertritt. Es geht längst nicht mehr nur um die Rettung der Wirtschaft irgendeines konfusen europäischen Landes. Es geht um unser deutsches Vaterland, damit es nicht vor die Hunde geht! (Thomas Schneider)