21. September 2017

Christen sollen dankbarer sein

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth, in Stützengrün. Foto: Eberhard Mädler

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth, in Stützengrün. Foto: Eberhard Mädler

Stützengrün (idea) – Zu mehr Dankbarkeit hat der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth (Wetzlar), auf einem der größten Freiluftgottesdienste in den östlichen Bundesländern am Pfingstmontag aufgerufen.

Mehr als 3.000 Christen hatten sich dazu in Stützengrün bei Aue im westlichen Erzgebirge versammelt. Wie Werth sagte, müsse die Hälfte der Weltbevölkerung mit weniger als zwei Euro am Tag auskommen. Rund drei Milliarden Menschen seien unterernährt, mehr als 800 Millionen hungerten. Zwei Milliarden Erdenbürger hätten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Und wir duschen dreimal täglich, kalt oder warm“, so Werth, der auch Vorstandsvorsitzender von ERF Medien (früher Evangeliums-Rundfunk) ist. Pro Tag stürben 6.000 Kinder wegen verschmutzten Wassers oder mangelnder Hygiene. Mindestens 100 Millionen Kinder lebten auf der Straße. Angesichts dieser Fakten wünsche er sich häufig mehr Dankbarkeit unter Christen hierzulande. „Wir sind reich. Alle. Schaut euch um“, rief er den Besuchern zu. Dabei sollten Christen ihr Vertrauen nicht auf irdische Güter setzen, sondern allein auf Jesus Christus. Mit ihm schenke Gott den Menschen seine ganze Aufmerksamkeit, Zuwendung, Vergebung, Liebe, und Hoffnung. Werth: „Mit ihm habe ich ein ewiges Zuhause. Mit ihm habe ich den Himmel – den Himmel im Himmel und den Himmel auf der Erde. Wer Christus hat, hat alles.“

Zwei Diktaturen überdauert

Seit 92 Jahren veranstalten in Stützengrün stets am Pfingstmontag die Landeskirchlichen Gemeinschaften einen Gottesdienst, der auch die beiden Diktaturen im letzten Jahrhundert überdauerte. Hauptverantwortlich ist die Gemeinschaft Stützengrün unter ihrem Vorsitzenden Michael Seifert. Der 53-jährige Schlosser: „Zu DDR-Zeiten gab es um die Genehmigungen oft Zitterpartien, weil sie erst in allerletzter Minute eintrafen.“ Das eineinhalbstündige Programm besteht allein aus Chorbeiträgen und einer evangelistischen Predigt. Zum Gottesdienst mitten im Wald und ohne Sitzplätze führt die älteste Schmalspurbahn Sachsens Sonderfahrten durch.