20. Oktober 2017

Selbstgenügsamkeit ist die größte Gefahr für Gemeinden

Quelle: idea.de

Der Pfarrer der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin, Swen Schönheit.  Foto: Thomas Schneider

Der Pfarrer der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin, Swen Schönheit. Foto: Thomas Schneider

Chemnitz (idea) – Selbstgenügsamkeit ist die größte Gefahr für die christliche Gemeinde. Diese Ansicht vertrat der Pfarrer der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin, Swen Schönheit, am 26. März bei einem ProChrist-Mitarbeitertag in Chemnitz.
 

„Wir selbst sind vielfach das größte Hindernis für die Mission“, sagte er vor den 180 Teilnehmern. „Hätten wir uns nicht in Kathedralen zurückgezogen und sagenhafte Kunstschätze angehäuft, wäre das Evangelium längst auch an den Enden der Welt.“ Viele christliche Gemeinden – egal ob landes- oder freikirchliche – seien so selbstverliebt, dass sie „betriebsblind“ würden für die eigene Außenwirkung. Sie dürften sich dann nicht wundern, dass sie kaum Außenstehende erreichten. Nach Schönheits Worten hätten Gemeinden aber die Pflicht, einladend zu sei, „weil Gott selbst es auch ist“. Jesus sei den Menschen nachgegangen, „um zu suchen und zu retten, was verloren ist“. Das müsse Leitbild für die christliche Gemeinde sein. Wie der Pfarrer sagte, könnten Gemeinden Gastfreundschaft einüben. Dazu gehöre es etwa, mit einer verständlichen und zeitgemäßen Sprache aufzutreten, eine Mischung aus Chorälen und modernen Lobpreisliedern zu singen und auf „Neuankömmlinge“ offen zuzugehen. Auch eher lapidare Faktoren spielten eine Rolle: „Billigkekse und schlecht schmeckender Kaffee wirken nicht besonders einladend.“ Der Impulstag unter dem Motto „Einladende Gemeinde sein“ fand bereits zum zweiten Mal statt. Damit möchten Christen verschiedener Konfessionen in der Stadt die missionarische Arbeit in den Gemeinden stärken und die Impulse der Großevangelisation ProChrist ausbauen, die 2009 von Chemnitz aus an über 1.000 Orte in ganz Europa übertragen wurde.