11. Dezember 2017

„Ein guter Christ zahlt seine Steuern gern“

Quelle: idea.de

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Religion hebt die Steuermoral. Foto: Pixelio/Rolle

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Religion hebt die Steuermoral. Foto: Pixelio/Rolle

Frankfurt am Main (idea) – Eine religiöse Haltung wirkt sich positiv auf die Ehrlichkeit bei der Steuer aus, meint die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
 

„Im Durchschnitt fällt die Steuermoral eines Landes umso höher aus, je religiöser die Bürger sind“, heißt es in einem ganzseitigen Beitrag unter der Überschrift „Ein guter Christ zahlt seine Steuern gern“. Diese moralische Prägung durch eine jahrhundertelange religiöse Tradition habe sich durch die zurückgehende Bedeutung der Religion im öffentlichen und privaten Leben nicht abrupt geändert. Die Steuermoral der Deutschen wird in dem Bericht als „mittelprächtig“ bezeichnet. Sie sei höher als die etwa von Griechen, Belgiern und Luxemburgern, aber geringer als die von Japanern, Kanadiern oder Dänen. Nach Erkenntnissen der Kölner Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik gestehen fast zwei Drittel der Deutschen dem Staat das Anrecht auf hohe Steuereinnahmen zu , um seine Aufgaben erfüllen zu können. Allerdings bewertet nicht einmal ein Fünftel der Bürger die jetzige Besteuerungspraxis als gerecht. „Viele empfinden zudem den Umgang mit den Steuereinnahmen als verschwenderisch. Das drückt auf die Moral und hebt den Widerstand“, so die Zeitung. Wissenschaftler schätzen, dass dem deutschen Fiskus durch die Unmoral der Bürger jährlich 45 Milliarden Euro entgehen.