19. September 2017

Christen in Eritrea und Laos verhaftet

Quelle: idea.de

Sie werden von den Regimes als Staatsfeinde betrachtet.

Sie werden von den Regimes als Staatsfeinde betrachtet.

Asmara/Vientiane (idea) – In Eritrea und Laos sind Anfang Januar insgesamt mehr als 40 Christen wegen ihres Glaubens festgenommen worden.
 

30 Teilnehmer einer Gebetsversammlung wurden am 2. Januar in der eritreischen Hauptstadt Asmara und ein weiterer Christ am 4. Januar verhaftet, berichtet die Menschenrechtsorganisation International Christian Concern mit Sitz in Loughborough (Mittelengland). Alle gehören der verbotenen evangelikalen Philadelphia-Kirche an. In dem nordostafrikanischen Land werden viele Christen als Staatsfeinde verfolgt. Rund 2.200 sind aufgrund ihres Glaubens in Polizeistationen, Militärlagern oder Frachtcontainern unter teilweise unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Vor allem handelt es sich um Evangelikale und Katholiken, die von dem Ein-Parteien-Staat nicht anerkannt werden. Seit dem Jahr 2002 sind nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner und der sunnitische Islam anerkannt. Das Regime unter Staatspräsident Issayas Afewerki verfügt Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen. Von den rund fünf Millionen Einwohnern des Landes sind 44 Prozent Christen und 47 Prozent Muslime; der Rest gehört Naturreligionen an.

Gemeindeleiter sollen Geheimversammlungen abgehalten haben

Im kommunistisch regierten Laos (Südostasien) wurden am 4. Januar elf Christen von bewaffneten Sicherheitskräften festgenommen. Acht sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, darunter zwei Kinder im Alter von vier und acht Jahren. Drei Gemeindeleiter bleiben hinter Gittern. Sie werden beschuldigt, eine „Geheimversammlung“ abgehalten zu haben. Dabei handelt es sich um einen Straftatbestand, so die Organisation „Menschenrechtswache für Religionsfreiheit in Laos“. Bei den Inhaftierten handele es sich um die Pastoren Wanna aus dem Dorf Nakoon, Chanlai (Tonglar) und Kan (Nahin) in der Provinz Khammouan. Dort sind in den vergangenen zwei Jahren stark wachsende Hausgemeinden entstanden. Wanna wurde bereits im vergangenen Mai inhaftiert und einem Umerziehungsprogramm unterworfen. Christen sollen auch gezwungen worden sein, ihrem Glauben abzuschwören. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) garantiert die laotische Verfassung zwar Religionsfreiheit, doch gingen lokale Behörden immer wieder gegen missionarisch aktive Christen vor. Von den rund 6,8 Millionen Einwohnern des Landes sind 61 Prozent Buddhisten, 31 Prozent Anhänger von Stammesreligionen, 3 Prozent Christen und 1 Prozent Muslime.