20. September 2017

Berlins Innensenator will mehr irakische Flüchtlinge aufnehmen

Quelle: idea.de

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Foto: PR

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Foto: PR

Berlin (idea) – Für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus dem Irak hat sich Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ausgesprochen.
 

In einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) forderte er, 25.000 Iraker – vornehmlich Christen – nach Deutschland kommen zu lassen. Bislang wurden lediglich 2.500 aufgenommen. Körting sagte gegenüber der Berliner Morgenpost, dass es sich bei der Aufnahme der verfolgten Christen um einen Akt der Humanität handele. Berlin müsste etwa 1.500 Flüchtlinge aufnehmen. Schätzungen zufolge sind in den vergangenen Jahren von den 1,2 Millionen Christen im Irak bereits mehr als 800.000 in die Nachbarländer geflohen.

Merkel: „Wir alle sind verpflichtet, für Religionsfreiheit einzutreten“

Unterdessen forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem blutigen Anschlag auf Kopten in Ägypten mit 23 Toten den Schutz der Religionsfreiheit überall auf der Welt. „Wir alle sind verpflichtet, für Religionsfreiheit einzutreten genauso wie für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und andere grundlegende Freiheiten“, sagte die CDU-Politikerin am 8. Januar in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Religionsfreiheit sei „eines der großen Menschenrechte“. Merkel versicherte, dass die Regierung nicht nur in Deutschland, sondern auch international für diese grundlegenden Freiheiten eintreten werde.

Gedenkgottesdienst für Opfer des Anschlags in Alexandria

Vertreter aus Politik und Religionen gedachten am 8. Januar in Frankfurt am Main der Opfer des Terroranschlags von Alexandria. Bei einem ökumenischen Gottesdienst in der koptischen Sankt-Markus-Kirche dankte der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, der Bundesregierung und der Polizei für den Schutz der Gottesdienste während des koptischen Weihnachtsfestes vergangene Woche.