13. Dezember 2017

Gemeindegründung ist das Gebot der Stunde

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der Konferenz für Gemeindegründung (KfG), Wilfried Plock.

Der Vorsitzende der Konferenz für Gemeindegründung (KfG), Wilfried Plock.

Hünfeld (idea) – Die Zahl der unabhängigen Gemeinden, die sich als bibeltreu, nicht-charismatisch und nicht-ökumenisch verstehen, nimmt in Deutschland leicht zu.
 

Das berichtete der Vorsitzende der Konferenz für Gemeindegründung (KfG), Wilfried Plock (Hünfeld bei Kassel), in einem Gespräch mit idea. Die Organisation hat nach eigenen Angaben Kontakt zu rund 400 solcher Gemeinden mit insgesamt mehr als 10.000 Mitgliedern. Jedes Jahr kämen etwa 20 bis 30 Gemeinden hinzu. Plock führt die Zunahme unter anderem darauf zurück, dass heute fast alle evangelikalen Bibelschulen das Fach Gemeindegründung unterrichten. An manchen Ausbildungsstätten wollten bis zu einem Drittel der Studenten später auf diesem Gebiet arbeiten. Vor 20 Jahren sei „Gemeindegründung“ noch an vielen Bibelschulen ein Unwort gewesen. Die KfG veranstaltete Ende November ihre Herbsttagung in Rehe (Westerwald). Von den rund 250 Teilnehmern war laut Plock etwa ein Viertel aus Gemeinden, die in den letzten fünf Jahren gegründet wurden. Nach seinen Angaben gibt es noch viele Regionen in Deutschland, in denen Christen 30 bis 40 Kilometer fahren müssen, um eine bibeltreue Gemeinden zu besuchen. Als Beispiele nannte er Gegenden in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland sowie im Norden und Osten Deutschlands. Plock: „Ich kenne Kreisstädte ohne eine bibeltreue Gemeinde.“ Deshalb sei Gemeindegründung nach wie vor das Gebot der Stunde.