23. August 2017

Christen werden zunehmend als Störenfriede betrachtet

Quelle: idea.de

Der Leiter der Evangelischen Kommunität Adelshofen, Oskar Föller.

Der Leiter der Evangelischen Kommunität Adelshofen, Oskar Föller.

Adelshofen (idea) – Bekennende Christen müssen mit zunehmendem Gegenwind rechnen. Darauf machte der Leiter der Evangelischen Kommunität Adelshofen, Oskar Föller, bei der Jahresfeier Ende November in Adelshofen bei Heilbronn aufmerksam.
 

Vor rund 600 Besuchern sagte er, dass Menschen, die die Bibel ernstnähmen, immer öfter als Störenfriede betrachtet würden. Ihnen werde vorgeworfen, den Leuten ihren Spaß verderben zu wollen. Ein besonderes Ärgernis stelle die Überzeugung dar, dass Jesus Christus sich als Gottes Sohn bezeichnet und den Glauben an ihn als alleinigen Weg zum ewigen Heil beschrieben habe. Damit werde das Selbstverständnis religiöser Zeitgenossen infrage gestellt und ein Gegenentwurf zu egoistischen Erwartungen und Wünschen präsentiert. Auch die Ermutigung zu einer persönlichen Beziehung zu Christus bereite vielen Menschen Probleme. Weil sie ein verbindliches Leben und das öffentliche Bekenntnis scheuten, wollten sie mit Christen nichts zu tun haben. Zugleich beklagte Föller, dass die Christenheit in Deutschland weitgehend lau geworden sei. Ihr fehle eine Sicht für die Heiligkeit Gottes und die totalen Verlorenheit des Menschen ohne Jesus. Dass die Bibel auch vom Zorn Gottes und seinem Gericht rede, müsse wieder deutlich gesagt werden. Die 1962 gegründete Kommunität umfasst 23 Frauen und neun Männer. Sie unterhält ein Theologisches Seminar und ist Mitglied der „Konferenz bibeltreuer Ausbildungsstätten“, der Europäischen Evangelikalen Akkreditierungsvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen.