18. November 2017

Damit Theologen nicht innerlich ausbrennen

Quelle: idea.de

Der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Foto: PR

Der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Foto: PR

Gießen (idea) – Der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein hat Seelsorger davor gewarnt, sich in ihrem Dienst zu überfordern. Sie hätten nicht den Anspruch zu erfüllen, die Welt und die Menschen zu retten; das sei Gottes Sache.

 
Wer sich das bewusst mache, werde vor Ausbrennen im geistlichen Dienst bewahrt, was heute häufiger vorkomme als früher. „Manche sind schon ausgebrannt, bevor sie je gebrannt haben“, sagte Eckstein am 17. Oktober in seiner Festpredigt bei der Absolvierungsfeier der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH). Dabei wurden 21 junge Männer und Frauen nach Abschluss ihres Studiums verabschiedet. Der Rektor der FTH, Prof. Helge Stadelmann, zeigte sich erfreut, dass zwei Jahre nach der Genehmigung als Hochschule eine erste FTH-Professur an den Neutestamentler Prof. Armin Baum verliehen worden sei. Außerdem folgte nach der institutionellen Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat in diesem Jahr auch die Akkreditierung der beiden Bachelor- und Master-Studiengänge der Hochschule. Der Missionswissenschaftler Prof. Klaus W. Müller, der seit 1998 Dozent an der FTH war, wurde in den Ruhestand verabschiedet. Zur Motivation für seinen Dienst sagte er: „Ich kenne den Gott der Bibel als einen Gott der Mission. Biblische Theologie ist Missionstheologie. Mission gibt der Theologie Kopf und Herz, Hand und Fuß.“ Müller werde der FTH auch nach seiner Emeritierung mit verschiedenen Lehraufträgen erhalten bleiben, sagte Stadelmann. An der FTH studieren 140 angehende Theologinnen und Theologen.