14. Dezember 2017

Innenminister de Maizière will Ausländeranteil im öffentlichen Dienst erhöhen

Quelle: jungefreiheit.de

Bundesinnenminister de Maizière und Staatsministerin Böhmer bei der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ Foto: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Bundesinnenminister de Maizière und Staatsministerin Böhmer bei der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ Foto: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

BERLIN. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat angekündigt, den Ausländeranteil in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen. Anlaß ist die Unterzeichnung der sogenannten „Charta der Vielfalt“ durch de Maizière am Mittwoch.
 

Darin verpflichtet sich das Bundesinnen- ministerium, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, „Frei von Vorurteilen und Ausgrenzungen“. Alle Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – „unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität“.

Vielfalt der Gesellschaft soll sich im öffentlichen Dienst widerspiegeln

Ein besonderes Anliegen, so de Maizière, sei ihm die interkulturelle Öffnung des öffentlichen Dienstes: „Nach wie vor sind zu wenig Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst tätig“, kritisierte der Innenminister. Hier gehe seine Behörde mit gutem Beispiel voran. Man habe „vielfältige Aktivitäten“ entwickelt, um den „Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen.“ Die Vielfalt der Gesellschaft solle sich auch im öffentlichen Dienst widerspiegeln.

Die Integrationsbeauftragte, Maria Böhmer (CDU), die die Charta der Vielfalt ebenfalls unterzeichnet hatte, nannte die „verstärkte Ausbildung und Beschäftigung der Menschen aus Zuwandererfamilien“ eine „Chance“ für Deutschland. „Mit ihren Sprachkenntnissen und kulturellen Fähigkeiten sind die Zuwanderer wichtige Brückenbauer, gerade auch im öffentlichen Dienst“, sagte Böhmer. Die belegten die guten Erfahrungen in der Verwaltung, bei der Polizei und in den Schulen. (krk)