17. Februar 2018

Aufruf an Christen: „Nicht das Maul stopfen lassen“

Quelle: idea.de

Wetzlar (idea) – Christen sollen sich „nicht das Maul stopfen lassen“, wenn es darum geht, die Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Das Evangelium gehört um der Menschen willen in die Öffentlichkeit. Dazu hat der Leiter der evangelistischen Aktion „ProChrist“, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), auf der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am 12. Juni in Wetzlar aufgerufen.
 

Viele Christen zögen sich jedoch in vorauseilendem Gehorsam gegenüber einer Gesellschaft, die keine allgemeingültigen Wahrheiten mehr anerkenne, in eine private Nische zurück und überließen die Öffentlichkeit den Gottlosen, kritisierte der frühere CVJM-Generalsekretär. Deshalb sei der Auftrag von idea heute wichtiger denn je, die christliche Botschaft öffentlich zu machen. Es gebe sonst kaum publizistische Unterstützung für dieses Anliegen.

idea-Vorsitzender: Zuerst Gott die Ehre!

An der Jubiläumsfeier nahmen rund 400 Leser der idea-Publikationen aus ganz Deutschland teil. Sie konnten sich im Christlichen Medienhaus aus erster Hand über die idea-Arbeit informieren. Der idea-Vorsitzende, Pastor Horst Marquardt, betonte bei der Begrüßung der Gäste, dass es nicht in erster Linie darum gehe, eine Publikation zu feiern, sondern Gott die Ehre zu geben, in dessen Dienst die Mitarbeiter stünden. Marquardt erinnerte daran, warum führende Evangelikale die Nachrichtenagentur 1970 ins Leben riefen „idea wurde gegründet, weil die Stimme der Christusnachfolger in unserem Lande leise geworden war.“ Die Medien – auch die kirchlichen – hätten damals kaum über Mission und Evangelisation berichtet, etwa über Großveranstaltungen mit dem US-Baptistenpastor Billy Graham und den Beginn der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation. Deshalb sei idea angetreten, um Christen Mut zu machen, Menschen in aller Welt mit der christlichen Botschaft zu erreichen und Orientierung anhand der Bibel zu geben. Zum Schriftverständnis der Mitarbeiter sagte Marquardt: „Wir sagen nicht bloß, die Bibel enthält Gottes Wort, sondern die Bibel ist Gottes Wort.“ Daran habe idea immer festgehalten, auch wenn von Kritikern der Vorwurf gekommen sei, das Werk sei nicht auf der Höhe der Zeit oder verbünde sich mit Kräften, die unwissenschaftlich arbeiteten. Marquardt rief die Leser der idea-Publikationen dazu auf, dafür zu beten, dass sich der Kurs auch künftig ausschließlich am Wort Gottes orientiert. Weltweit sei zu beobachten, dass der Widerstand gegen den Glauben an Jesus Christus wachse.

idea-Geschichte ein „großes Wunder“

Die idea-Verantwortlichen hatten bewusst darauf verzichtet, Prominente aus Kirche und Politik um Grußworte zu bitten, um einmal besonders denen zu danken, die die idea-Arbeit tragen. In der 40-jährigen Geschichte habe man sich immer auf zwei Konstanten verlassen können: „Auf unseren Herrn und auf unsere Leser, Beter und Spender“, sagte idea-Leiter Helmut Matthies. Er bezeichnete es als ein „großes Wunder“, dass es idea trotz chronischer Finanzknappheit und vieler Anfeindungen auch heute noch gebe. Es sei ein Zeichen des Segens Gottes, dass aus einem „kleinen Pflänzchen“ im Laufe der Zeit ein Unternehmen mit über 30 Mitarbeitern geworden sei. Hauptstandbein der Nachrichtenagentur ist die Zeitschrift „idea spektrum“. Weitere Arbeitsbereiche sind der tägliche Online-Pressedienst, idea-Fernsehen, idealisten.net – eine Online-Plattform für junge Christen –, idea-Dokumentationen, „zeichensetzen“ – die idea-Medienagentur und der Kongress christlicher Führungskräfte.