19. November 2017

Petition an Bundestag: Hausunterricht erlauben

Quelle: idea.de

Über 1.700 Unterstützer innerhalb von drei Wochen.

Über 1.700 Unterstützer innerhalb von drei Wochen.

Bremen (idea) – Hausunterricht sollte in Deutschland erlaubt sein und straffrei bleiben. Das fordert der „Bundesverband Natürlich Lernen!“ (Bremen). Er hat eine entsprechende Petition an den Bundestag gerichtet und binnen drei Wochen über 1.700 Unterstützer gefunden.
 

Die in Deutschland bestehende allgemeine Schulpflicht wird von den Behörden so interpretiert, dass jedes Kind eine staatlich anerkannte Schule besuchen muss. Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten, werden zum Teil mit Bußgeldern und Gefängnis bestraft. Dies betrifft in letzter Zeit zunehmend christliche Aussiedlerfamilien, die einen Widerspruch zwischen den Inhalten der staatlicher Lehrpläne und der Bibel sehen. Sie wehren sich unter anderem gegen eine ausschließliche Vermittlung der Evolutionslehre, gegen Sexualkunde in der Grundschule und gegen Praktiken wie Fantasiereisen und Hexenbetrachtungen, die sie für eine esoterisch oder okkult halten.

Freiheit für mündige Bürger

Auch der „Bundesverband Natürlich Lernen“ kritisiert eine unzureichende Vermittlung von ethischen und moralischen Grundwerten an öffentlichen Schulen. So nähmen Gewalt und Mobbing zu, und das Bildungsniveau sinke. Viele Schulen seien unfähig, Kinder individuell zu fördern und ihrem Begabungsprofil gemäß zu bilden. Daher wünschten sich immer mehr Eltern Alternativen im Bildungssystem. Es sollte mündigen Bürgern frei gestellt sein, wo sie ihren Kindern Bildung zukommen lassen, so der Verband. In den meisten europäischen Ländern sei Hausunterricht zugelassen. Dies sei der Bildungsweg der Zukunft. Die Petition kann bis 16. Juni im Internet unterstützt werden: www.bvnl.de.