21. November 2017

Nicht von Krisen verunsichern lassen

Quelle: idea.de

Das Missionsehepaar Giorgio und Beate DeAngelis berichtet über die Situation in L’Aquila ein Jahr nach dem Erdbeben. Foto: idea/Ottmar

Das Missionsehepaar Giorgio und Beate DeAngelis berichtet über die Situation in L’Aquila ein Jahr nach dem Erdbeben. Foto: idea/Ottmar

Dillenburg (idea) – Junge Christen sollten sich von den derzeitigen Krisen nicht verunsichern lassen. Dazu ermutigte der Jugendreferent der Christlichen Jugendpflege, Daniel Platte (Schriesheim bei Heidelberg), bei den Dillenburger Jugendtagen.
 

An dem zweitägigen Treffen der Brüderbewegung Anfang Mai nahmen rund 1.300 Jugendliche teil. Wie Platte sagte, hätten Christen eine Hoffnung, die sie anderen Menschen weitergeben können. Es gelte, die christliche Botschaft in Wort und Tat zu bezeugen. Als sichtbares Zeichen der Bereitschaft dafür konnten sich die Teilnehmer einen Bauhandschuh mitnehmen. Darauf stand das diesjährige Motto des Treffens „Himmel. Hoffnung. Leben“.

Nach Erdbeben: Wiederaufbau stockt

Bei den Jugendtagen berichtete das Ehepaar Giorgio und Beate DeAngelis aus L’Aquila (Italien) über die Situation nach dem Erdbeben vom 6. April 2009. Dabei waren 308 Menschen ums Leben gekommen; etwa 67.000 wurden obdachlos. Laut Beate DeAngelis kommt die Aufbauarbeit immer noch nicht voran. Viele Menschen lebten noch in Behelfsunterkünften. Das Ehepaar selbst und zwei Kinder seien in zwei kleinen Zimmern einer Kaserne untergebracht. Es gebe keinen Plan für den Wiederaufbau und keine Finanzierung, da das Geld schon für die Notunterkünfte ausgegeben worden sei. Seit Anfang Mai hat die evangelikale Gemeinde, die das Ehepaar mit aufbaut, keine Unterkunft mehr, da der Vermieter ihnen gekündigt hat. „Wir haben keine Ahnung, wo wir hin sollen.“ Dankbar zeigte sich das Ehepaar für die Anteilnahme der Jugendlichen. Sie hatten bei den Dillenburger Jugendtagen 2009 Geld für zwei Wohnwagen gesammelt, in denen Freunde und Bekannte der Familie unterkommen konnten. Weitere Gemeinden aus Deutschland und der Schweiz hätten zehn weitere Wohnwagen gespendet. So habe man nichtchristlichen Freunden helfen können. Dadurch seien Kontakte vertieft worden. Einige hätten sich zu einem evangelistischen Bibelstudium einladen lassen.

Polen: Evangelisation per Mausklick

Der 29 Jahre alte Matthew Koziei berichtete über den Erfolg einer evangelistischen Internetseite in Polen. Im vergangenen Jahr sei die Seite szukajacBoga.pl (Auf der Suche nach Gott) rund 800.000mal angeklickt worden. 90.000 Besucher hätten sich für ein Leben als Christ entschieden und 12.000 für einen Glaubenskurs. Jeden Tag gingen rund 200 E-Mails ein, in denen Internetnutzer Fragen zum christlichen Glauben stellen.