22. November 2017

Maria, die Bischöfin: Mutter Jesu biologisch keine Jungfrau

Quelle: idea.de

Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen: „Sie war eine junge Frau“ – „Jungfrau“ ist theologisch gemeint.

Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen: „Sie war eine junge Frau“ – „Jungfrau“ ist theologisch gemeint.

Berlin (idea) – Maria, die Mutter Jesu Christi, war nach Ansicht der Hamburger Bischöfin Maria Jepsen biologisch gesehen keine Jungfrau. „Sie war eine junge Frau“, sagte die Kirchenleiterin der in Berlin erscheinenden „tageszeitung“.
 

Die Vorstellung von der Jungfrau sei eine theologische Aussage. Durch die Jungfräulichkeit Mariens solle ausgedrückt werden, „dass Jesus ein ganz besonderes Kind, ein Gotteskind, ist“. Die Sicht, dass Maria biologisch keine Jungfrau war, trenne sie „klar von der katholischen und orthodoxen Auffassung, für die Maria sogar die immerwährende Jungfrau ist“, so die Bischöfin. Zur Aussage „Geboren von der Jungfrau Maria“ im Glaubensbekenntnis sagte Jepsen: „Das kann ich gut nachsprechen, weil ich die Glaubensaussage teile, dass Jesus von Anfang an von Gott gewollt, in die Welt geschickt und ein besonderer Mensch ist, der Himmel und Erde miteinander verbindet. Da interessiert mich die biologische Wertung überhaupt nicht.“ Zur Frage, ob man der Geburt Jesu etwas von der Wundervorstellung nimmt, wenn man die Jungfräulichkeit Marias nicht biologisch sieht, sagte Jepsen: „Nein, das Wunder ist, dass Gott seinen Sohn nicht in einem Palast hat zur Welt kommen lassen, sondern von einer einfachen Frau in einem kleinen Ort in Galiläa.“

Kommentar

Kommentar

K O M M E N T A R
von Thomas Schneider
 

Im Buch des Predigers Salomo 1,9 steht: „…nichts Neues unter der Sonne“. Stimmt! Hirten und Oberhirten in unseren Kirchen verabschieden sich sukzessive von den Bekenntnisschriften. Aber das scheint keinen zu jucken. Mich schon! Wie heißt es doch in 2.Tim 4,3+4: „…nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren“. – Ist der Glaube, Maria habe ohne Mitwirken eines Mannes allein durch die Kraft des Heiligen Geistes den Heiland empfangen und geboren, ein Ammenmärchen? Und dann noch infolge eines Übersetzungsfehlers? Haben erst Griechen die „junge Frau“ zur Jungfrau gemacht? – Matthäus und Lukas lassen keinen Zweifel an der biologischen Gottessohnschaft Jesu. So ist Maria die Verlobte Josephs, ohne dass sie mit ihm Verkehr hatte. Der Heilige Geist ist der Urheber Jesu im Leib von Maria. Wer die Jungfrauengeburt Mythos nennt, stempelt beide Evangelisten zu Narren. Jesus wäre dann ein ganz normaler Mensch, ein uneheliches Kind einer unglücklichen Frau. Maria wäre eine Lügnerin. Wer das Wunder der Jungfrauengeburt (der Zeugung durch den Heiligen Geist) leugnet, muss die ganze Schöpfung, alle biblischen Wunder und letztlich die Wahrheit des Wortes Gottes selbst leugnen.