22. November 2017

Fast 10.000 Christen bei Pfingsttreffen in den neuen Bundesländern

Quelle: ideaSpektrum Nr. 21/2010

Helmut Matthies predigte vor rund 2.500 Besuchern zum Pfingstwaldgottesdienst in Stützengrün - Foto: Eberhard Mädler

Helmut Matthies predigte vor rund 2.500 Besuchern zum Pfingstwaldgottesdienst in Stützengrün - Foto: Eberhard Mädler

(idea) Fast 10.000 Christen haben am Pfingstwochenende in den neuen Bundesländern an traditionellen Pfingsttreffen teilgenommen.
 

Rund 4.500 Jugendliche besuchten vom 22. bis 24. Mai den Jugendkongress „BUJU“ der Freien evangelischen Gemeinden (FeG) in Erfurt. Der alle drei Jahre stattfindende Kongress stand unter dem Thema „Unkaputtbar“. Präses Ansgar Hörsting forderte die Jugendlichen auf, sich aus dem Glauben an Jesus heraus in der Gesellschaft und in den Gemeinden zu engagieren. Damit könnten sie der derzeit verbreiteten Hoffnungslosigkeit etwas entgegensetzen. „Für viele Europäer ist der Euro momentan die einzige Hoffnung“, so Hörsting. Das Leben mit Jesus Christus eröffne dagegen ein „risikobereites Leben“.

Politikerin: Gut, wenn der Glaube junger Menschen gestärkt wird
Pastor Andreas Schlüter, Leiter der FeG-Jugend, lud die Jugendlichen ein, ihr Leben Jesus Christus anzuvertrauen: „Es wäre schade, wenn du morgen für das BUJU schwärmst, aber nicht für Jesus.“ Dass der Kongress viele Jugendliche nachhaltig bewegte, zeigte sich auch beim Verkauf der Bibeln. Peter Kissel, Verlagsvertreter der Stiftung Christliche Medien (SCM), hob das große Interesse der Jugendlichen an aktuellen Bibelübersetzungen hervor: „Ich habe es selten erlebt, dass bei einem Kongress so viele Bibeln verkauft wurden.“ Finanzministerin Marion Walsmann (CDU) grüßte die Kongress-Teilnehmer von der Landesregierung. Es sei positiv, wenn durch das Bundesjugendtreffen der Glaube junger Menschen gestärkt werde, erklärte sie.

2.500 beim Waldgottesdienst
Zum bestbesuchten Freiluftgottesdienst in den neuen Bundesländern kamen am Pfingstmontag rund 2.500 Besucher (nach Angaben des Schönheider Wochenblattes) nach Stützengrün (bei Aue) ins westliche Erzgebirge. Seit 91 Jahren veranstalten dort stets am Pfingstmontag die Landeskirchlichen Gemeinschaften einen Gottesdienst, der auch die beiden Diktaturen im letzten Jahrhundert überdauerte. Hauptverantwortlich ist die Gemeinschaft Stützengrün unter ihrem Vorsitzenden Michael Seifert. Der 52-jährige Schlosser: „Zu DDR-Zeiten gab es um die Genehmigungen oft Zitterpartien, weil sie erst in allerletzter Minute eintrafen.“ Das eineinhalbstündige Programm besteht allein aus Chorbeiträgen und einer evangelistischen Predigt, die in diesem Jahr idea-Leiter Helmut Matthies hielt. Zum Gottesdienst mitten im Wald und ohne Sitzplätze führt die älteste Schmalspurbahn Sachsens Sonderfahrten durch.

Bei Diakonissen in Elbingerode
In Elbingerode im Harz feierten mehrere hundert Gäste bei einem Wochenende der Begegnung das 90-jährige Bestehen der Schwesternschaft „Neuvandsburg“. Das Diakonissen-Mutterhaus mit seinen 229 Diakonissen und 50 Mitarbeitenden ist eines von sechs Mutterhäusern in Deutschland, das zum Deutschen Gemeinschaftsdiakonieverband (Marburg) gehört.

Jugendfestival EVA in Dresden
In Dresden versammelten sich über das Wochenende zeitweise bis zu 1.600 Jugendliche zum Evangelischen Jugendfestival EVA. In Seminaren der „Peace Academy“ (Friedensakademie) hatten sich etwa 200 Dauerteilnehmer aus sechs Ländern mit Themen wie Mobbing und Rechtsextremismus auseinandergesetzt. Bestbesuchte Veranstaltung war ein Pfingstgottesdienst in der Frauenkirche. Beim nächsten Mal 2012 soll das Pfingstspektakel wieder größer ausfallen. Zur EVA- Premiere 2008 hatten die Veranstalter 25.000 Gäste und 2.500 Dauerteilnehmer gezählt.