18. November 2017

Frauen mit Burka bald unter Verschluss?

Burkaträgerin in Afghanistan - Foto: wikipedia

Burkaträgerin in Afghanistan - Foto: wikipedia

(TS) Belgien will muslimischen Frauen das Tragen der Burka (Ganzkörperschleier) verbieten. Der Innenausschuss des belgischen Parlaments hat nach aktuellen Medienberichten dazu Ende März einen Gesetzentwurf verabschiedet.
 

Durch die Burka, der den Körper vollständig verhüllt, kann die Muslima ihre Umgebung nur durch einen Schleier erkennen. Es ist ein Zeichen der Unterwerfung der Frau im Islam.

Nun soll das Tragen dieses religiösen Gewandes in der Öffentlichkeit des Königreiches verboten werden. Begründet wird der Vorstoß vor allem mit der öffentlichen Sicherheit. Die Burka verhindere die Identifizierung der verschleierten Person. Aber auch Frauenrechte und Respekt vor der Demokratie werden als Gründe angeführt.

Der Gesetzentwurf findet über alle Parteigrenzen hinweg Zustimmung. Der Beschluss, der für Ende April zu erwarten ist, sei reine Formsache. Eine halbe Million Einwohner Belgiens sind Muslime. Doch die Mehrheit der muslimischen Frauen würden schon jetzt keine Burka tragen. Islamverbände befürchten, dass ein solches Verbot eine Islamphobie auf den Plan rufen könnte.

Etwa 75 Prozent der belgischen Staatsbürger sind römisch-katholisch, rund 1 Prozent gehören einer protestantischen Kirche an und 4 Prozent islamischen Gemeinden. Der Anteil Konfessionsloser beträgt etwa 20 Prozent.