18. November 2017

Christlicher Bekenntnismarsch im Harz

Quelle: idea.de

Der Pfarrer der evangelischen Trinitatiskirche in Braunlage, Stefan Gresing. Foto: PR

Der Pfarrer der evangelischen Trinitatiskirche in Braunlage, Stefan Gresing. Foto: PR

Braunlage (idea) – Mit einem Bekenntnis- und Gebetsmarsch haben 150 Christen im Harz ihren Glauben an Jesus Christus bezeugt. Nach einem Gottesdienst am 18. April in der evangelischen Trinitatiskirche in Braunlage zogen sie durch den Kurpark, um an drei Stationen Bibelstellen über die Seligpreisungen und den Frieden Gottes vorzulesen.
 

Zudem sangen und beteten sie miteinander. Im abschließenden Gottesdienst – wieder in der Trinitatiskirche – berichteten die Teilnehmer, die zu 80 Prozent evangelischen Freikirchen angehören, über ihre jeweilige Gemeindearbeit vor Ort. Außerdem segneten sie sich gegenseitig. Wie der gastgebende Pfarrer, Stefan Gresing, gegenüber idea sagte, stößt der Gebetstag auf immer größere Resonanz. Dieses Jahr seien rund 30 Prozent mehr Teilnehmer als im Vorjahr gezählt worden. Bei den Gebetstagen gehe es vor allem darum, den Herrschaftsanspruch Gottes zu proklamieren. Zugleich rufe man die Christen zum gemeinsamen Gebet im Vorfeld der Walpurgisnacht. Sie wird in der Nacht zum 1. Mai gefeiert. Aus diesem Anlass werden im Harz an vielen Orten folkloristische Umzügen und Feste veranstaltet, bei denen sich die Teilnehmer als Teufel und Hexen verkleiden. Der Legende nach sollen sich die Hexen in dieser Nacht auf dem Blocksberg (Brocken) zu einem großen Fest treffen.

„Das Licht Christi soll im Harz aufleuchten“

Der Gebetstag sei keine Veranstaltung vor allem „gegen Hexen und Teufel, für die wir Christen aber gar nichts übrig haben“, so Gresing. „Wir sind für Jesus. Sein Licht und seine Botschaften sollen im Harz aufleuchten und groß werden – dafür treten wir ein.“ Die Gebetstage entstanden Ende der 80er Jahre. Damals beteten Christen in der Region auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze regelmäßig miteinander. Seit 2005 finden die Gebetstage jährlich statt.