19. November 2017

Bahnhofsmission spendet Glaube, Liebe, Hoffnung

Quelle: idea.de

Vorreiter gelebter Ökumene: 100 Jahre Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission.

Vorreiter gelebter Ökumene: 100 Jahre Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission.

Berlin/Hildesheim (idea) – Mit Gottesdiensten und Informationsveranstaltungen an zahlreichen Orten haben Bahnhofsmissionen am 17. April einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Anlass war der „Internationale Tag der Bahnhofsmissionen“.
 

In Hildesheim trafen sich über 140 Mitarbeiter dieser Einrichtungen aus 18 norddeutschen Städten. Der dortige Superintendent Helmut Aßmann sprach ihnen großen Dank und Respekt aus: „Seit ihrer Gründung haben sich die Bahnhofsmissionen immer den Problemen gestellt, die sich im Bahnhof abzeichnen, sich nicht abgewendet, sondern aktiv Liebe, Glaube und Hoffnung gespendet.“ Die Bahnhofsmissionen gelten als Vorreiter einer gelebten Ökumene. Vor 100 Jahren schlossen sich die 1894 in Berlin gegründete evangelische Bahnhofsmission und die ein Jahr später in München ins Leben gerufene katholische Bahnhofsmission zur „Interkonfessionellen Kommission für Bahnhofsmission“ zusammen, dem Vorläufer der heutigen Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission (Berlin). Sie feiert ihr Jubiläum am 13. Mai mit einem Gottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München. Heute gibt es in Deutschland knapp 100 Bahnhofsmissionen, in denen sich mehr als 2.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren. Jährlich bitten etwa 660.000 Personen um Hilfe, vor allem im Umfeld einer Bahnreise. Mitarbeiter der Bahnhofsmission erteilen Auskunft, begleiten Alte, Kranke und Kinder beim Ein-, Aus- und Umsteigen, organisieren Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten. Auch Arbeits- und Wohnungslose, Einsame und psychisch Kranke wenden sich immer häufiger an die Bahnhofsmission. Vorsitzender der ökumenischen Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission ist der Geschäftsführer des katholischen Caritasverbandes Braunschweig, Christian Baron.