21. November 2017

Alkohol bleibt Volksdroge Nummer eins

Quelle: idea.de

Trinkverhalten wird extremer – Andere Süchte greifen um sich. Foto: photos.com

Trinkverhalten wird extremer – Andere Süchte greifen um sich. Foto: photos.com

Dassel (idea) – Alkohol bleibt die Volksdroge Nummer eins. Die Zahl der Abhängigen nimmt zu, und das Trinkverhalten vieler Konsumenten wird immer extremer.
 
Das haben die Teilnehmer einer Konferenz der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Lebenshilfen (ACL) festgestellt. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (Hamm) sind etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig; zwei Millionen betreiben Alkoholmissbrauch. In der ACL sind 50 stationäre Einrichtungen und ebenso viele ambulante Initiativen zusammengeschlossen, die sich um Drogenabhängige, Haftentlassene und psychisch Kranke kümmern. Wie es bei der alle drei Jahre stattfindenden Konferenz vom 22. bis 25. April in Dassel bei Göttingen hieß, verschöben sich bei anderen Süchten immer wieder die Objekte der Begierde. So habe in den vergangenen Jahren vor allem die Abhängigkeit von Internetpornografie und Computerspielen zugenommen. Die ACL entstand 1971. Neben der christlichen Prägung zeichnen sich ihre Einrichtungen, die insgesamt über rund 900 Therapieplätze verfügen, vor allem durch ein lebensgemeinschaftliches, familienähnliches Konzept aus. Auf dem Programm der Konferenz mit 156 Teilnehmern stand unter anderem der Besuch von Einrichtungen in Schorborn und Amelith (Niedersachsen), die drogenabhängige Männer und Frauen aufnehmen. Beide Einrichtungen gehören zum Verein „Neues Land“ (Hannover), der die Konferenz ausgerichtet hatte. Sprecher der ACL ist Rolf Waldeck von der Organisation „Hoffnung für Dich“ (Wabern bei Kassel).