16. Januar 2018

Bekennende Christen sollen sich vernetzen

Quelle: idea.de

Der politische Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio Markus Spieker. Foto: PR

Der politische Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio Markus Spieker. Foto: PR

Krelingen (idea) – Für eine stärkere Vernetzung bekennender Christen hat sich der politische Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio Markus Spieker (Berlin) ausgesprochen. „Christen müssen nach außen als Einheit wahrgenommen werden“, sagte er am 14. März auf dem Gemeindetag im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen bei Walsrode.
 

Dann wären sie in der Öffentlichkeit weniger angreifbar, sagte er vor rund 600 Besuchern des pietistischen Treffens. Der Journalist und Buchautor hob ferner hervor, dass für die Menschen Beziehungen immer wichtiger würden. Sie funktionierten aber immer weniger. Es sei daher wichtig, dass christliche Gemeinden und Gemeinschaften durch liebevolle und dauerhafte Beziehungen anziehend wirkten und so die Gesellschaft prägten.

Christen haben „Zukunftsblick“

Zum Gottesbild vieler Zeitgenossen äußerte sich der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg). In einer Zeit des Individualismus und Relativismus lebten viele Menschen nach dem Motto „Gott ist der, für den ich ihn halte“. Nach dem Zeugnis der Bibel sei aber Jesus „die Sichtweise Gottes“. In ihm habe sich Gott gezeigt, und in ihm sehe Gott auch die Menschen. Durch den Glauben hätten Christen einen „Zukunftsblick“. Rüß: „Wer auf Gott sieht, nimmt den Himmel in den Blick.“ Das von Pastor Heinrich Kemner (1903-1993) 1965 gegründete Rüstzentrum ist das größte pietistische Zentrum Norddeutschlands. Es umfasst ein theologisches Studienzentrum, ein Freizeit- und Tagungszentrum, Betriebe, Werkstätten, eine Seniorenwohnanlage sowie berufliche Rehabilitation und Suchtnachsorge für Menschen mit psychischen Problemen. Leiter ist Pastor Martin Westerheide.