19. November 2017

Jemen: Regierung verhandelt über Freilassung deutscher Geiseln

Quelle: idea.de

Der jemenitische Außenminister Abu Bakr al-Kirbi. Screenshot: YouTube

Der jemenitische Außenminister Abu Bakr al-Kirbi. Screenshot: YouTube

Sanaa (idea) – Die jemenitische Regierung hat nach eigenen Angaben Verhandlungen mit den Entführern einer Familie aus Sachsen aufgenommen.
 

„Wir verhandeln jetzt über die Freilassung der Geiseln“, zitiert die ARD den jemenitischen Außenminister Abu Bakr al-Kirbi. Geiselnehmer und Entführte hielten sich in der nördlichen Provinz Saada auf. Während des Kurzbesuchs von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) im Jemen hatte es am 11. Januar bereits Meldungen gegeben, wonach die fünfköpfige christliche Familie „möglicherweise bald freikommen könnte“. Westerwelle hatte nach einem Treffen mit Staatspräsident Ali Abdallah Saleh in Sanaa erklärt, die jemenitische Regierung verfüge über neue Informationen zum Aufenthaltsort der vor einem halben Jahr entführten Familie. Allerdings schränkte Westerwelle ein, er habe dazu keine eigenen Informationen. Doch wenn es stimme, was die jemenitische Regierung behauptet, sei das „eine hoffnungsvolle Nachricht“. „Wir setzen alles darauf, dass unsere Landsleute unversehrt freikommen können“, sagte er. Das Ehepaar mit seinen drei kleinen Kindern war im Juni 2009 verschleppt worden, zusammen mit zwei Pflegehelferinnen aus Niedersachsen, einem Briten und einer Südkoreanerin. Die beiden Bibelschülerinnen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) sowie die Lehrerin Um Young-Sun waren wenig später ermordet aufgefunden worden.