21. September 2017

Ermittlungen wegen Volksverhetzung: ZDF bleibt gelassen

Quelle: idea.de

Autor des umstrittenen Magazinbeitrags: EKD-Kritik undifferenziert.

Autor des umstrittenen Magazinbeitrags: EKD-Kritik undifferenziert.

Mainz (idea) – Das ZDF sieht Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mainz wegen des Verdachts der „Volksverhetzung“ gelassen entgegen. Die Behörde überprüft in diesem Zusammenhang einen Beitrag des Magazins „Frontal 21“ vom 4. August.
 

Unter der Überschrift „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“ waren christliche Missionare in die Nähe islamistischer Selbstmordattentäter gerückt worden. Daraufhin waren bei der Staatsanwaltschaft mehrere Strafanzeigen eingegangen, unter anderem von dem Verleger Ulrich Weyel (Gießen) und dem Geschäftsführer des Freien Evangelischen Regionalverbands Hannoversch Münden (Nordhessen). Schröder wirft dem ZDF vor, in der Bevölkerung „Hass, Herabwürdigung und massive Vorbehalte gegen evangelikale Christen“ geweckt zu haben. Auch der Rat der EKD und das Evangelische Missionswerk (EMW) rügten die Diffamierung von Evangelikalen in den Medien. Die Autoren des Frontal-Beitrags hätten sich „fragwürdiger journalistischer Mittel“ bedient. Von Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung hat das ZDF nach Angaben eines Sprechers nur aus der Presse erfahren. Das ZDF sehe „keine Probleme, die bisher bekannten Vorwürfe zu entkräften“, teilte Peter Bogenschütz von der Pressestelle der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage mit. Die Autoren des umstrittenen Beitrags äußern sich zurückhaltend. Man sehe den Ermittlungen gelassen entgegen, sagte Ulrich Stoll gegenüber ideaFernsehen. Der Beitrag habe sachlich über fragwürdige Methoden berichtet, mit denen junge Leute zu „Missionsabenteuern“ getrieben würden. Die EKD-Kritik sei undifferenziert.