22. November 2017

Eltern appellieren im Fernsehen an Geiselnehmer im Jemen

Quelle: idea.de

„Hört auf den Schrei von verzweifelten Eltern“. Screenshot: Bild.de

„Hört auf den Schrei von verzweifelten Eltern“. Screenshot: Bild.de

Dresden (idea) – Die Eltern des im Jemen entführten Entwicklungshelfers Johannes Henschel (Lauske bei Bautzen) und seiner Familie haben sich im Fernsehen an die Geiselnehmer gewandt. Im arabischen Sender Al-Dschasira fordern sie die sofortige Freilassung ihres Sohnes, seiner Ehefrau Sabine und der Kinder Lydia, Anna und Simon.
 

Die Entführer sollten „auf den Schrei von verzweifelten Eltern hören“. Ferner äußern sich die Eltern „überzeugt, dass die Mehrzahl der Jemeniten Frieden und Gerechtigkeit will“. Außerdem weisen sie den in einigen Medien erhobenen Vorwurf zurück, ein Jemen-Aufenthalt sei „leichtsinnig“. Johannes Henschel sei vor sechs Jahren mit seiner Familie in das arabische Land gegangen, um das Krankenhaus in der nordjemenitischen Stadt Saada zu verbessern und Kranken zu helfen. Das Video war am 9. Juli auch in der MDR-Nachrichtensendung „Sachsenspiegel“ zu sehen. Henschels waren Mitte Juni zusammen mit zwei deutschen Pflegehelferinnen, einer koreanischen Lehrerin und einem britischen Ingenieur entführt worden. Die Pflegehelferinnen, die in Saada ein Praktikum im Rahmen ihrer Bibelschulausbildung machten, und die Lehrerin waren wenige Tage später tot aufgefunden worden. Von den anderen Entführten fehlt jede Spur.