17. August 2018

Somalischer Christ enthauptet

Quelle: idea.de

Somalia ist nach Angaben des Hilfswerks Barnabas Fund das gefährlichste Land für Konvertiten.

Somalia ist nach Angaben des Hilfswerks Barnabas Fund das gefährlichste Land für Konvertiten.

Mogadischu (idea) – In Somalia ist ein zum Christentum übergetretener ehemaliger Muslim enthauptet worden. Juma Nuradin Kamil war am 21. August im Südwesten des Landes entführt worden. Am 2. September wurde seine Leiche in der Nähe der Stadt Hudur gefunden, berichtet der Informationsdienst Compass Direct unter Berufung auf christliche Untergrundgemeinden in dem islamischen Land.

Danach war Kamil vor drei Jahren vom Islam zum Christentum übergetreten. Für die Bluttat wird die radikal-islamische Shabab-Miliz verantwortlich gemacht, die Teile des Landes am Horn von Afrika kontrolliert. Sie steht mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung und will Somalia von Christen „säubern“. Ferner strebt Shabab danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, durchzusetzen. Es bedroht den „Abfall“ vom Islam mit dem Tode. Somalia ist nach Angaben des Hilfswerks Barnabas Fund (Pewsey/Südwestengland) das gefährlichste Land für Konvertiten. In diesem Jahr wurden bereits drei Christen umgebracht; im vorigen Jahr waren es mindestens 15. In den vergangenen vier Jahren haben die schätzungsweise bis zu 7.000 Shabab-Kämpfer insgesamt mehr als 18.000 Zivilisten getötet. Die Miliz behindert auch humanitäre Hilfe für die Hungernden in Somalia. Etwa 750.000 Menschen sind dort vom Hungertod bedroht. Weniger als ein Prozent der 8,7 Millionen Einwohner Somalias sind Christen, die übrigen meist Muslime.