21. September 2018

Mediales Mobbing unter Jugendlichen nimmt zu

Quelle: idea.de

Medienwissenschaftlerin: Cyberbullying wird zur Trophäenjagd. Foto: Pixelio/Schemmi

Medienwissenschaftlerin: Cyberbullying wird zur Trophäenjagd. Foto: Pixelio/Schemmi

Stuttgart (idea) – Mobbingattacken im Internet oder per Handy nehmen unter Jugendlichen zu. Das berichtet das Magazin Reader’s Digest (Stuttgart). Das sogenannte Cyberbullying bekomme zunehmend den Charakter einer Trophäenjagd, wird die Stuttgarter Medienwissenschaftlerin Prof. Petra Grimm zitiert.
 

Es gelte das Motto: Wer kann mit Bildern aufwarten, die andere noch mehr bloßstellen. In dem Beitrag wird berichtet, wie Kinder und Jugendliche die neuen Medien nutzen, um Bekannte in Misskredit zu bringen. So würden zum Beispiel völlig harmlose Bilder bearbeitet, in dem ein Gesicht mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms auf den Körper eines Pornostars montiert wird. In anderen Fällen würden Schüler beim Umkleiden gefilmt – die Videos wandern dann ins Netz. Häufig sei auch Rache ein Motiv, so die Sozialpsychologin Catarina Katzer (Köln). Der Mangel an Mitgefühl führe zu niedrigen Hemmschwellen. Das Magazin gibt Eltern Tipps, wie sie mit der Gefahr umgehen können. Für den Fall, dass Bilder der Kinder unerlaubt im Netz auftauchen, sollten die Erziehungsberechtigten das Geschehene dokumentieren und damit zur Polizei gehen. Zudem sei es ratsam, gemeinsam mit anderen Eltern und Lehrern an der Schule einen Aktionsplan gegen Cybermobbing zu erarbeiten.