17. Oktober 2018

Im Zeichen des Spatens – DDR-Armee als Bausoldaten

Quelle: ideaSpektrum Nr. 25 vom 23. Juni 2010
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B E R I C H T
von Matthias Pankau

 

Bekannt wurde die Anlage als „Seebad der 20.000“. Die Nationalsozialisten sie im Rahmen des Urlaubsprogramms „Kraft durch Freude“ (KdF) errichtet. Wirklich genutzt wurde der Komplex in Prora auf der Insel Rügen aber erst zu DDR-Zeiten – von der Nationalen Volksarmee (NVA). Auch die Bausoldaten waren hier untergebracht, jene jungen Männer, die den Dienst an der Waffe meist aus Glaubensgründen verweigerten.
 

Den schrillen Ton der Trillerpfeife hat Christian Baumann heute noch im Ohr. Damit wurden er und seine Kameraden jeden Morgen geweckt – pünktlich um 4 Uhr. Danach hieß es waschen und frühstücken. Dann Antreten auf dem Appellplatz zum Marschieren. Um 6 Uhr begann die Arbeit. Baumanns Kompanie war wie die meisten auf Rügen eingeteilt zum Bau des Fährhafens in Mukran – eines der letzten großen DDR-Prestigeobjekte. Ziel war eine [Weiterlesen oder kostenloses Probeexemplar ideaSpektrum bestellen: thomas.schneider@idea.de]