22. Juli 2018

Christenverfolger-Staaten mit Teams bei der Fußball-WM

Quelle: idea.de

In Nordkorea ist es verboten, neben dem Staatschef Kim Jong-il einen anderen Gott zu verehren. Foto: Wikipedia

In Nordkorea ist es verboten, neben dem Staatschef Kim Jong-il einen anderen Gott zu verehren. Foto: Wikipedia

Uhldingen (idea) – An der Fußball-Weltmeisterschaft nehmen Mannschaften von mindestens fünf Nationen teil, in denen Christen bedrängt oder verfolgt werden. Darauf macht die „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK/Uhldingen am Bodensee) in ihrer Zeitschrift aufmerksam.
 

Als verschlossenstes Land der Welt gelte Nordkorea. Dort sei es verboten, neben dem Staatschef Kim Jong-il einen anderen Gott zu verehren. „Wer sich zu Jesus bekennt, gilt als ,untreu’ der Partei und dem Staat gegenüber. In Umerziehungs- und Arbeitslagern wird versucht, den Christen ihren Glauben zu nehmen“, so das Werk. Nach Angaben des Hilfswerks Open Doors ist Nordkorea der Christenverfolgerstaat Nummer eins. Wie es in der HMK-Zeitschrift weiter heißt, sei die Mannschaft aus Nigeria zwar ein „Hoffnungsträger Afrikas“, weil sie den besten Fußball des Kontinents spiele. Allerdings gehörten Ausschreitungen gegen Christen im islamisch dominierten Norden des Landes fast zum Alltag. In Serbien – dem deutschen WM-Gruppengegner – mache der Nationalismus den kleinen evangelikalen Gruppen schwer zu schaffen. Dort gebe es Übergriffe auf nicht-orthodoxe Christen, Drohbriefe und hasserfüllte Demonstrationen vor evangelikalen Bethäusern. Auch in Mexiko stießen Evangelikale auf gesellschaftliche Ablehnung. Dort komme es zu Brand- und Mordanschlägen. In Algerien könne schon ein Gespräch über den christlichen Glauben bestraft werden. Zudem würden Gottesdienste und Kontakte zu ausländischen Christen überwacht.