24. September 2018

Immer mehr Berliner Grundschüler sprechen zu Hause nicht Deutsch

Quelle: jungefreiheit.de

Der AfD-Abgeordnete Herbert Mohr. Foto: afd-fraktion.berlin/herbert-mohr

BERLIN. An knapp der Hälfte aller Berliner Grundschulen beträgt der Anteil von Schülern mit ausländischen Wurzeln mehr als 50 Prozent. Wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Herbert Mohr hervorgeht, hatten an 158 von 359 Berliner Grundschulen mehr als 50 Prozent der Schüler einen sogenannten Migrationshintergrund.

Darunter fallen laut Senat alle Schüler, in deren Familien die Umgangssprache nicht Deutsch ist. 27 Grundschulen weisen sogar einen Migrantenanteil von 90 Prozent und mehr auf. An weiteren 39 Grundschulen beträgt ihr Anteil zwischen 75 und 90 Prozent.

Die meisten Grundschüler ausländischer Herkunft besuchen Einrichtungen in Mitte und Neukölln. In beiden Bezirken gibt es jeweils zehn Grundschulen, in denen der Migrantenanteil über 90 Prozent beträgt. Mitte war zudem der einzige Berliner Bezirk, in dem es keine Grundschule gibt, in der der Anteil von Schülern aus Einwandererfamilien unter 25 Prozent liegt.

AfD: Kapazitätsgrenze erreicht

Die Zahlen zeigten laut Mohr, daß die Kapazitätsgrenzen zur Aufnahme weiterer ausländischstämmiger Schüler in Berlin mindestens erreicht, wenn nicht sogar überschritten sei. Ein geregelter Unterricht sei nur schwer möglich, wenn Lehrer ihre Schülern überhaupt erst auf einheitliches Sprachniveau bringen müßten.

„Tatsache ist: An den betroffenen Schulen kann das Merkelmotto ‘Wir schaffen das!’ nur noch als Hohn empfunden werden. Diese Aufgabe ist nämlich nicht zu schaffen“, kritisierte der AfD-Abgeordnete. Das habe auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund erkannt. Dieser hatte einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen für Kommunen angeregt, wenn dort die Belastungen objektiv zu groß seien und eine Überforderung drohe. (krk)