22. Juni 2018

Christliche Polizeivereinigung zu Silvester: Gewalt nicht verharmlosen

Quelle: idea.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Hamburg (idea) – Der Vorsitzende der Christlichen Polizeivereinigung (CPV), Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), warnt vor einer Verharmlosung der Gewalt gegen Ordnungskräfte und Rettungsdienste.

Hintergrund sind Polizeiberichte aus der Silvesternacht. Laut der Berliner Feuerwehr gab es etwa einen „massiven Angriffen auf Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge“. Teilweise sei mit Schusswaffen gedroht worden. In Leipzig warfen Randalierer Böller, Flaschen und Steine auf Polizisten. In den vergangenen Jahrzehnten seien nicht annähernd so viele Polizeibeamte in der Silvesternacht dienstverpflichtet worden, sagte Clas der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. In Köln beispielsweise seien bis 2015, als vor allem Männer nordafrikanischer Herkunft Frauen an Silvester in der Innenstadt sexuell belästigten, stets nur rund 80 Polizisten eingesetzt gewesen. Nun waren es ihm zufolge 1.400. Immer mehr Beamte hätten wegen zunehmender Überstunden ihre Belastungsgrenze erreicht. Die aktuelle Entwicklung habe unterschiedliche Gründe, so Clas. Zum einen seien mehr Menschen gewaltbereit, zum anderen zum Schutz vor islamistischen Attentaten und vor sexuellen Übergriffen nun mehr Beamte im Einsatz. Er habe den Eindruck, dass die Probleme noch nicht ernst genug genommen werden.

Die Christliche Polizeivereinigung sehe jedoch ihre Aufgabe nicht darin, die Politik zu kritisieren, sondern für sie zu beten, „aber trotzdem hilft hier Realitätsverweigerung nicht weiter. Die Verantwortlichen in der Bundesregierung sind gefordert, auf die Entwicklungen zu reagieren. Auch ein Zusammenhang der zunehmenden Gewalt mit der ungesteuerten Zuwanderung kann nicht länger ernsthaft geleugnet werden.“ Bereits heute hätten [Weiterlesen]