26. September 2018

Evangelische Kirche und SPD sagen Diskussionsrunde ab

Quelle: jungefreiheit.de

Evangelische Akademie Meißen. Foto: PR

Evangelische Akademie Meißen. Foto: PR

DRESDEN. Die Evangelische Akademie Meißen und der sächsische SPD-Chef Martin Dulig haben eine Diskussionsrunde über die Pegida-Bewegung abgesagt. “Aus gesicherten Quellen haben wir erfahren, daß die fünf Mit-Organisatoren von Pegida an der Veranstaltung teilnehmen werden”, heißt es zur Begründung. Da auch Fragen aus dem Publikum geplant waren, sei “zu befürchten” gewesen, “daß auch Pegida-Organisatoren das Wort ergreifen”.

Tatsächlich bestätigte Pegida-Mitgründer Achim Exner gegenüber der JUNGEN FREIHEIT die geplante Teilnahme von einem Ex-Mitglied an der Veranstaltung. Exner hatte sich zusammen mit Kathrin Oertel und drei weiteren aus der Organisationsleitung von Pegida zurückgezogen und stattdessen die Bewegung “Direkte Demokratie für Europa” initiiert. Diese verstehe sich als Bürgerbewegung “rechts der CDU”, gab Oertel auf einer Pressekonferenz am Montag bekannt.

Doch kein “Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern”

Aus Sicht der Veranstalter bestände “die Befürchtung, daß die fünf Pegida-Mitbegründer die Veranstaltung dafür nutzen wollen, um für ihre neue Pegida-Absplitterung zu werben”. Dulig verteidigte diese Haltung. Er habe immer gesagt, er sei “für einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern”, heißt es in der Stellungnahme. Aber er werde “die Pegida-Organisatoren nicht durch einen gemeinsamen Auftritt legitimieren.” Dabei bleibe er.

Exner zeigte sich von der Absage wenig überrascht. “So kennen wir die Sozialdemokraten”, sagte er der JUNGEN FREIHEIT. “Wenn es drauf ankommt, kneifen sie.” Dies sei “typisch für die SPD”. Anders als ursprünglich geplant, sollen Demonstrationen der neuen Demokratiebewegung nicht an einem Montag stattfinden. Man wolle nicht zu den an diesem Tag stattfindenen Pegida-Veranstaltungen in Konkurrenz treten, betonte Oertel. (FA/krk)